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Memorabilia Tigurina, oder Merkwürdigkeiten der Stadt und Landschaft Zürich / von Hans Heinrich Bluntschli
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506
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Wädenschweil.

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weil er geholffen das Closter Steinen zu Basel verbrennen. An. 127z,Hr. Rudolff/ wäre Chorherr zum Grossen Münster, Fürweser ProbstHeinrichen von Klingenberg. An. 1257, Hr. Conrad, Herr zu Uspuneu,vergäbet an Jnterlachen und Scherzligen. An. 1287, verkauffte Hr.Ru-dolfs von Wadischweil, Frey, seme Erb- Herrschassten Wädisweil undRichtischweil dein Ritter- Orden St. Iohans Gpithais zu Jerusalem,um 622 Mark Silber bar Gelt, und ein Leibding für sich und seine Ge-mahlin, wie selbiges bey ilcimäio iom. 1. 195. ausgesezt, und wä-

re darauf zu einer Comentherey gemacht.

Der erste Comenthur wäre, Hr. Hertagen von Rechberg/welchersamt seinen Ritters - Brudern daselbst, mit dem Schloß und HcrrschafftWädenschweil geschwohrne Bürger der Stadt Zürich worden, den i4tenHornung, Au. 1342.

Nachdem die Stadt Zürich, laut eines Kauf- Brieffs, schon An.1428, lurs Suprenrarm» die Ober- Landsherrliche Rechte, zu Wadeu-schweil gehabt, (wie dann selbige auch in einem An. 1452 zuCappel, undAn. 1468 zu Bern errichteten Vertrag bestätigt worden,) HottingersHelv. Kirchen - Gesch. Zusatz, v. 121. Ilckuä. lom. II. p. 682. Lauf.Irr. Auflauff; Hat solche die Hcrrschafft Wädenschweil vollends erkaufftvon Hrn. Georg Schilling von Anstadt, Obersten Meister des Johan-niter- Ordens, An. 1549, um 20200 fl. Rheinisch. Schweiß aber hattein diesem Kauff Eintrag, dieser Streit wurde zu Emsiedlen entscheiden, unddie Hcrrschafft der Stadt Zürich zuaekennt, doch mit dem Geding , daß dasSchloß den Schweißern solle ein offen Hauß seyn. Da ließ Zürich das al-te Schloß biß an die Mauren abbrechen - und auf ihren Boden ein neuesSchloß bauen, und das alte Hauß lar, und den Schweitzeren offen stehen.Das neue Schloß kostete 12222 fl. 27 ß. 6 hl. Was den Wädenschweiler-Krieg betrifft, (so siehe Auflauff.)

Der erste Landvogt hieß Hr. Bernhard von Cham, An. 1552. Diß-mahl regiert Hr. Hans Ulrich Lochmann, An. 1735.

säcl. Nachdem, laut neuen Lands-Friedens , von An. 1712, bey-den Lobl. Standen Fürich und Bern, das Dörflein Hürden, jenseit-der Rapperschweiler Bruck, vormahlen Lobl. Stand Gchweiy gehörig,zugeeignet worden; So haben An. 171z Hochgedachte Lobl. Stande mdiesem Dörflein, welches damahls in 7 Haußhaltungen, und Z4 Seelenbestanden, die Huldigung durch den Zuricherischen Landvogt von Waden-schweil einnehmen lassen, auch demselben übergeben die Iustttz allda, zuHMktt beyder Lobl. Ständen, zu -ckvimkrü-ren.

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