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Geschichte vom Kampf und Untergang der schweizerischen Berg- und Waldkantone, besonders des alten eidsgenössischen Kantons Schwyz / von Heinrich Zschokke
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71
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zu Arth, zu Morschach, zu Steina geschah. Balddarauf schufen sie eigenmächtig Gesetze für ihreAngehörige, federten von ihnen Bannfcha; undZehndcn, machten sich selbst landsteurcnfrei; er-nannten sich selbst ihre Helfer und Caplanen , undluden in strittigen Fällen die gefreiten Landlcuteaußer Lands vor Gericht. Man erlaubte ihnenin obrigkeitlichen Versammlungen bei weltlichenGeschäften zu sitzen; ja man findet noch bis zuEnde des XVII Jahrhunderts in den Urkundenihre Namen vor jenen der Landammannenunterzeichnet.

Als aber mir Anbruch des XIV Jahrhundertsin den Waldstätten der Geist der Freiheit erwachte,tastete er'auch die weltliche Macht des Clcrus an.Ein besonderes Gcfez, der Pfaffenbrief ge-heissen, dämmte die Macht der Kirche in weltlichenDmgen ein; es ward ihr in leztcrn der Richterstabentrissen, und das Recht Schweizer -Bürger vorausländisches Tribunal zu laden. Weltliche Obrig,keil fezte die Pfaffen an und ab, und zwang siezulezt alljährlich um Beibehaltung ihrer Pfründenzu bitten. Im X VIl Jahrhundert fing man sogaran, ihnen die Zehnden wegzunehmen, sie in die