26 Das II. Capitel.
Zeiten fand man fast nirgends einigen Kornbau.ilnd nur seit zweyhundcrt Jahren haben zwey Rei-che angefangen, der Erde ihre verborgenere Schä-tze abzuzwingen , welche sie nur dem Fleiße und derGeschicklichkeit zollet, und welche sie der Faulheitund Unwissenheit so viele Jahrhunderte entzogenhat. ' Wie wenige Reiche kommen diesen beydengleich? Es giebt Länder, welchen ihre Einwohnernicht einmal diejenigen Reichthümer abfodern, wel-che sie auf die leichteste Art und ohne Umweg aus-werfen; ich meyne diejenigen Lander, welche denAckerbau verabsäumen. Sie viel fehlet noch, daßman in allen Gegenden Europens alle diejenigenSchätze hervorsuchen sollte, welche der Schöpfer alsReizungen zur Arbeit, und zugleich als Belohnun-gen dafür, in dieselben gelegek hat. So bald manwird aufmerksamer werden, des Schöpfers Absich-ten M erfüllen, dessen Schätze hervorzusuchen, undsich dadurch glücklich zu machen, so wird auch derHandel immer mehr steigen.
§. i?.
Die Schissfahrt bedarf noch ansehnlicheVerbesserungen. Hisher gehören zwey Probleme,deren Auslösung dem Ungefähr vorbehalten zu seynscheinen- weil die Bemühungen der tiefsinnigstenMänner bisher fruchtlos gewesen. Das eine ist:die Meereslancze; das andere: das Seewasserfuß zu machen. England und Frankreich habenerstaunliche Summen zur Belohnung für denjeni-gen ausgesetzet, der so glücklich seyn wird, sie auf-zulösen.