der Schicksale der Handlung. 4Z
§. 8 - ' :
Mittlerweile wurde Europa von den Barbarenverwüstet. Das Meer war mit Raubschiffen be-decket. Einige hundert Jahre nach einander saheman keine Handelsflotten mehr. Die Deutschen undNormänner waren zwar die unerschrockensten undgeschicktesten Seeleute, aber bloße Seeräuber.Doch gierig mit ihnen eben die Veränderung vvr>alö mit den Arabern. Sie verkauften bey andernVölkern die geraubten Güterund Sclaven, welchesie selbst nicht gebraucheten, und dadurch wurden sieunvermerkt zur Kaufmannschaft gereizet und ange-wöhnet. Sie trieben, aber noch lange) Zeit beydeLebensarten, Kaufmannschaft und Seeräuberey, zu-sammen. Dadurch entstunden die berühmten See-städte am baltischen und nordischen Meere. Ixarlder Große suchete den Handel auf dem Mittel-meere, wiewol mit wenigem Glücke, zugleich mitdem Kaiserthume wiederherzustellen. Kurz nach-her fingen die Normänner ihre Streifereyen an,macheten das Meer unsicher, und hinderten dadurchvon neuem allen Seehandel. Unter den fränkischenund sächsischen Kaisern erwachte Deutschland ausseinem Schlafe. Es wurde mit Städten, und die-se mit Künsten und Wissenschaften angefüllet. Sei-ne reichen Bergwerke wurden entdecket, man baue-te das Land, und der Handel wuchs unvermerkt an«Aber die Handlung zwischen Europa und Indien,die so lange über Aegypten getrieben worden, war. aufgehoben, seitdem die Araber sich Aegyptens be-mächtiget hatten, bis die Kreuzzüge zweyen bisher
kleinen