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gen bloß den Vortheil der Nachkommenschaft zumEndzweck habe. Es ist genuq, wenn sie auf einezufällige Weise, ohne ihr Wissen und Willen, dasWerkzeug des Glücks der Welt ist. Die Phöni-cier handelten, sich reich zu machen. Cadmus kamnicht in der Absicht nach Griechenland, den Bar-baren Künste und Sitten zu lehren; sondern eingroßer Herr zu werden. Aus Ehrbegierde und Ue-bermuth macheten die Römer Eroberungen u. s. w.Und nichts deftoweniger giebt man allen diesen ei-nen Platz unter den Wohlthätern des menschlichenGeschlechts, und zwar. mit Recht. Wodurch sicheine Nation diesen Namen erwerben könne, habenwir bereits gesehen, nämlich, durch Erweiterung derWeltkunde , und durch Einführung der Künste undartigen Sitten unter wilden Völkern. Daß diePhönicier beydes gethan, wollen wir nun zeigen.
§- 5 -
Es war nicht lange nach der Sundstuth, als dasmenschliche Geschlecht sich aus Assyrien zog, woselbstder zweyte Stammvater der Menschen sich nieder-ließ , und sich von da mit einer unglaublichen Ge-schwindigkeit auf alle Seiten ausbreitete. Bereitszu Abrahams Zeiten, oder ungefähr vierhundertJahre nach der Sündfluth, hatte Aegypten so vieleEinwohner, daß sie in eine bürgerliche Gesellschaftzusammentreten, bürgerliche Verfassungen und ver-schiedentliche Nahrungsarten einrichten, und beson-ders den Ackerbau mit solchem Fleiße treiben konn-ten, daß sie sich ,'m Stande sahen, Fremden ihren
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