gegen Freunde undFeinde. sA
und demnach unseren Feinden nichts zu wie-der thun.
§. 846. Der Vortheil, so daraus er-D««„wächset , ist groß für uns selbst. Einmahl guagS,ist gewiß, daß, da uns ein Feind hasset Grund dq,(§. 778.), er bereit ist aus unserm Unglücks.Vergnügen zu schöpffen (§. 454-Wenn wir ihm etwas zu wieder thun; so dadurchwird er zornig und dencket aufRache (§.484. fchadre.d 4 er.). Demnach treibet ihn dasjenige,was wir ihm zu wieder gethan haben, an,uns unglückseelig zu machen, so viel an ihmist. Und daher wird er uns gefährlicher(§. 781.). Vorhin gönnete er uns nur nichtsGutes, sondern eitel Böses: hingegen je-Hund trachtet er selbst uns Böses zu erzeigen,oder andere anzustiften, daß sie uns Böseserweisen. Derowegen gewinnet man nichtsdadurch, wenn man seinem Feinde zu wiederlebet. Vielmehr gewinnen wir öfters gar^?/"""viel, wenn wir ihm nichts zu wieder thun.AnnerDenn aus solche Weise hasset er uns ohneUrsache (§. 454. V 4 er.). Ist er vernünfftig;so wird er solches endlich erkennen (§. z 68 .ölec.), entweder von sich selbst, oder dochwenigstens wenn es ihm von andern vorge-stellet wird. Ja wenn er auch nicht ver-nünfftig ist; so werden sich doch öfters Um-stände finden, da er nicht das Ansehen habenwill, als wenn er ohne Ursache andere hasteteund daher sich schämen, daß er uns feind