Eintheilnng der Himmelskugel in Graden rc. 7
mcls einzubilden. Ich bin nicht gesonnen, das Gedächtnißmeiner Leser mit einer umständlichen Erklärung aller Circulrc.zu beschweren, welche die Mathematici am Himmel ausge-bucht haben. Ich kann viele derselben unerwähnt lassen,die zur Beschreibung des planctischen Wcltbaues und derscheinbaren Bewegung der Planeten am Himmel erfordertwerden, und mein Plan erfordert es, nur diejenigen Circusund Punkte zu beschreiben, welche eigentlich bey Betrachtungder Fixsterne vorkommen, und deren sind nur wenige. Diesewill ich in der, meines Erachtens, natürlichsten Ordnung,wörtlich verständlich zumachen* mich bemühen, und ihrenGebrauch und Nutzen anzeigen.
Von der Emtheilung der Himmelskugel in Gra-den und der sedeinbaren Größe einesGrades.
Es kann den ersten Anfängern der Mathematik nicht un-bekannt seyn, daß die Mathematici einen jeden Circul, er seyuvch sv groß oder noch so klein, willkührlich in 360 Gradeeintheilen. Ein Grad hat wieder 60 Minuten, und eineMinute 60 Sekunden. Da nun der Himmel sich unsernAugen als eine Kugel darstellet, so wird auch der Umkreisdescr scheinbaren Kugel in 360 Grade abgetheilt. DieHalbkugel, welche wir auf einmal übersehen können, hat
A 4 folg-
* Man kann hicbey unter andern weiter nachlesen: Einleitung zurErkenntniß und Gebrauch der Erd-und Himmclskugcl, mit illum.Kupf. in 4. Nürnb. 1769. Bions Wcltbeschreibung von p. 38.n6. Wolfs Aiifangsgründe der Astronomie ister Theil. Z. L.Röstens astronomisches Handbuch, die von D. Kordenbusch zuNürnberg verbesserte neue Ausgabe Ister Band in 4. mit Kupfernp. ui, «. f.