28. Buch. Heinrich der Vierte.
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Peter Bar-riere strebt
zusammen, die bisher gegen einander gefochten hatten, und die sich nun mit Gesprächen l593"^.^"dnungen ergötzten; alles schöpfte frische Luft; der König gewann durch seinmenschenfreundliches Betragen manches liguistische Herz; jedermann schmeichelte sichnnt der Hofnung einer friedvollen Zukunft: aber beynahe wäre diese Hofnung bald An-Mgs vereitelt worden, durch den entsetzlichen Anschlag eines gewissen Peter Barriere.
^ejer Unglückliche wollte den König ermorden, ohne, soviel man weiß, einen andern ,
Beweggrund zu haben, als Ueberdruß gegen das Leben und den Gedanken, sich dadurch ^ x,.em Verdienst bey Gott zu erwerben, m welchem ihn viele Geistliche bestärkten. Zum ^n.
Gluck entdeckte er sich einem florentinischen Dominikaner, mit Namen Serafino Bian-oyr. auf dessen Anzeige der Bösewicht gefangen wurde, als er eben im Begriss war denMord zu vollziehen. Man richtete ihn hin, nachdem er bey der Untersuchung verschie-dene Geistliche, als Mitschuldige genannt hatte, gegen die man aber damals nicht ge-richtlich verfahren wollte.
Freylich waren nur solche Abscheulichkeiten im Stande, die Ligue langer zu er-halten ; deine es entstanden selbst unter solchen Gliedern derselben, die durch Blutsfreund-schaft mit einander verwandt waren, Spaltungen, indem jeder das Ansetzn seiner Stelleoder Würde zu seinem eigenen Vortheil benutzen wollte. Mayenne ließ seinen leibli- Der Herzogchen Bruder, den Herzog von rAeinourv gefangen setzen, weil er sich einen unabhau- M.iumnegigen Staat in Lyonnois errichten wollte. Diese Strafe schreckte die übrigen eben nicht Bruder' "densonderlich: denn wenn sie auch nicht offenbar das Joch der Unterwürfigkeit gegen Ma- Herzogv.Ne-^enne abwarfen, so suchten sie doch besondere Friedensschlüsse mit dem König zu ma- mours Pfau-chen. Und auf diese Art verlosch nach und nach das Kriegsfeuer fast in allen Provin- gen nehmen.M. Durch Hülfe dieser Ruhe konnte man die Polizey wieder in Ordnung bringen,dre Heerstrassen sicher machen, und das platte Land von Räubern reinigen. Der Waf-senstillss-iw strich schnell vorbey; Mayenne bat um dessen Verlängerung; ganz Frank- Veriänge-nach ^ eifrigst, und Heinrich bewilligte sie, Anfangs aus einen Monat, her- ^Mandcs^
2» dieser Zwischenzeit hoste er befriedigende Nachrichten von Rom zu ersah- Hindernisse,ren. Dle Politik erregte daselbst eine Art von Krieg, dessen Ende Heinrich erst nachto Schwierigkeiten sahe, welche mehr Sorgen, als ein wirklicher Krieg, verursach- ^ *
Abgeordnete der Ligue , spanische Unterhändler, gedungene Schriftsteller, so garversicko'!"^ suchen Heinrichen den Zugang zum pgbstlichen Stuhl zu versperren. Siehabe der en Ech< seine Bekehrung sey verstellt, und wenn sie es auch nicht wäre, soder damals»Recht, ihm die Lossprechung zu ertheilen. Arnold von Offar, Arnold vondelsei^ bekannt war, aber sich in der Folge durch Lenkung dieses Hau- 05 «: nur:
aekäbr in Rom unter den geschicktesten Unterhändlern erwarb, war damals ohn- ''
Er nnd Eein lauge Zeit allen diesen Widersachern die Spitze,
re und errate ob er E" falschen Nachrichten, verbreitete zur rechten Zeit Müh-samkeit dnbrr vor Charakter war, durch seinen Eifer grosse Aufmerk-
lamke-t, daher der Pabst öfters Aufklärung von ihm verlangte.
bey Xle.n^^ Llrelle zu Rom an. Aber ka.nn konnte er
^ dem Achten Gehör erlangen; mit Hülfe des wohlgesinnten Ser-rsinoNackr und unter sonderbarer Vorsichtigkeit geschah es. In emer
-e ward la Llrelle m emer zugemachten Kutsche abgeholt, und durch eme verbor-
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