Band 
Neun und dreyssigster Theil.
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28. Buch. Heinrich der Vierte.

rüoz und Verzweiflung sie nicht nöthigen möchten, sich ihrem alten Herrn wieder zn untckAm zo.Zul. werfen/ Dem zu Folge war^ ein Vertheidigungsbündniß zwischen beiden Kronen Sfschloffen, worin die alten Vertrage bestätiget, und besonders ausgemacht wurde, dEsich beide Könige bemühen sollten, den Holländern so beizustehn, daß eine ArmeeEngland geworben würde) welcher Frankreich den Sold auf die Art zu reichen häMdaß die Hälfte desselben von seinen der Krone England schuldigen Geldern abgezog^werden sollte. Würden die Spanier einen von beiden Fürsten angreifen, so sollte esner dem andern beistehn, Heinrich mit zehntausend, Jakob mir sechstausend Man"'würden sie aber beide von Spanien bekriegt, so sollten sie alle ihre Kräfte gegen diesiggemeinschaftlichen Feind aufbieten, lind Frankreich in den Niederlanden, Englands^mit zwo verschiedenen Flotten in Spanien und Indien Krieg führen.

Hierauf rechte Rostn zurück, nachdem er viele vornehme Herren und Danr^des englischen Hofs, seinem König geneigt gemacht hatte, denen nachher grosseschenke, zum Theil auch Zahrgelder gereicht wurden. Jakob ließ auch würklichVollstreckung des Vertrags sechstausend Mann nach Ostende übersetzen >)

Niederern- Wahrend dieser Unterhandlungen arbeitete mau zu Rom eifrigst an der

führung der dereinsetzung der Jesuiten in Frankreich. Der Pabst hatte dies schon vor der LosspckJesuiten in chung des Königs von dem Bann verlangt, und es nachher bey allen Gehören,öran m -. unt, andere königliche Gesandte bey ihm hatten, in Erinnerung gebracht; au^

bey dem Friedensschluß zu Vervins und bey andern Gelegenheiten war dies geschehtMan kann also leicht denken, wie sehr er sich entrüstet habe, als das Parlament2 iten August izy? allen Franzosen verbot, Jesuiten zu Lehrern anzunehmen, auch k'gar solche, die sich für Exjesuiten ausgäben; und da vollends der geheime Rath amNovember desselben Jahrs den Jesuiten durch eine Verordnung befahl, die St^Tournon, wo sie sich bisher noch unter dem Schutz des Parlaments zu Toulouse a»kgehalten, zu verlassen. Bey der ersten Nachricht von diesen Schritten des paris^Parlaments sprach der Pabst mit dem damaligen französischen Gesandten, HerrnLuxemburg, sehr harr und hitzig, und Ostal ließ ein Bittschreiben für die Jesuit^an den französischen Hof abgehen, das der letztem Verordnung Aufschub gab. l-l'faber die Sache noch besser zu betreiben, schickte der Pabst den ernannten Erzbischoff vckArles, Horay del Monte, an den König , der zugleich um einen Paß für den PLoren; tNagio der einige den Jesuiten noch zustehende Häuser in Frankreich beflißsollte, anhalten mußte. Der Paß ward ausgefertigt, der P. tNagio wartete d<^König auf, und fand ihn für seine Mitbrüder ziemlich geneigt. Allein, damahls ^ben die Sachen doch noch in ihrem vorigen Zustand, weil der König überall groKWiderspruch hierin« fand. Endlich bekamen der Kardinal von Ossat und dervon Bethüne, Bruder des Marquis von Rostn, Auftrag zu neuen Unterhemdsgen mit dem Pabst, und Heinrich selbst gab dem Kardinal Aldobrandini bey ^Friedenshand-lungen mit dem Herzog von Savoyen gute Versicherungen. Den»^erkannten die Jesuiten vor dem Jahr i6oz keine Erlaubniß, bey Hof zu ersehen'^Als der König in diesem Jahr nach Metz und Nancs durch Verdün rechte, versch^.der Herr von Varen ne , der diesen Orden eben so sehr, als der Minister Vrlleroi ^

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t) u. rig. d. 16. p. 174 kqg. p.rrr-rzz. Ott Hsom'I'. 5. p. r.'x.

H-U-c.l'.i. Bergt. Dame! Th. 11, S. 474-484-