Band 
Neun und dreyssigster Theil.
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29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.

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Zungen nicht erfüllen würde. Man setzte unter diese Schrift ein vomKömg unterznetes Versprechen, wodurch er versicherte, daß seinem Bruder alles , was er verlasbewilligt seyn sollte, wenn er dafür dem, was man von ihm begehrte, trachtwürde. H

Richelieu begab sich endlich von Tarascon nach Lyon, und der Kanzler nVillefranche in Beattjolois, wohin der Herzog von Vrleans mit Erlaubniß des H ^gekommen war. Anfangs begab er sich allein, nur in Begleitung seines Sekretars ^ihm. Nachdem er dem Prinzen das Kompliment gemacht hatte, so bedeckte er ß ^weil er als Richter bey ihm war, und setzte sich neben ihn, um ihn zu verhören, roe,er seinem Sekretar die Antworten des Prinzen in die Feder diktirte. Man las >hnUne erste Erklärung vor, die dem Protokoll einverleibt wurde. Der Prinz fügte darnoch eine ausführlichere Nachricht von seinen Unterredungen mit Lmqmars und dHerzog von Bouillon bey, sagte aber nicht, daß der Herr von Thsu von dem ^trag mit Spanien erwas gewust hatte, sondern er beschuldigte ihn nur, daß er den E,zog von Beaufort in Linqmars Namen zu einer Vereinigung mit ihm eingeladen ^be. Als man diese und andere Erläuterungen niedergeschrieben hatte, so überreich^,dem Kanzler eine Abschrift von dem Vertrag mit Spanien, und versicherte, daßdem Original, das er verbrannt hatte , vollkommen überein käme. Hierauf traten ^die mit dem Kanzler gekommenen Kommissarien, nämlich fünf Staatsräthe undRequetenmeister, ins Zimmer. Man verlas das Protokoll in ihrer Gegenwart,der Herzog versicherte bey seinem fürstlichen Wort, daß alles, was darinn vorkoi»"vollkommen gegründet sey.

Inzwischen war auch der Herzog von Bouillon von Pignerol nach P'M.'Encise gebracht worden, ' und wurde gleichfalls vom Kanzler verhört. Er erzählte °Inhalt seiner Unterredungen mit Lmqmars, Thou, Fontrailses, dem Herzog 7.,Orleans und dessen Vertrauten. Er bekannte, daß er diesen. Herzog und AImarn versprochen, ihnen zu Sedan sichern Aufenthalt zu geben, im Fall derMit Tod abgehn sollte, und behauptete, daß sie ihren Vertrag mit Spanien ^sein Einrathen geschlossen, und daß er dem Herrn von Fomeailles ausdrücklichten , seiner in diesem Vertrag zu gedenken. Wider den Herrn von Thou sagte er ^ :ter nichts aus, als daß er ihm grosses Mißtrauen gegen die Versprechen des Hofs ^seiner Aussöhnung eingeflößt und zu seiner Verbindung mit Linqmars die Mittenson abgegeben habe: aber er setzte hinzu, er habe ihm nie etwas von dem VertragSpanien gesagt, und Lmqmars habe ihm versichert, daß Thou nichts davon ^Ob nun gleich dieser Herzog alle Schuld auf den Oberstallmeister zu schieben suchte»^würde ihn doch allem Ansetzn nach ein eben so hartes Urtheil betroffen haben, wen" ^nicht der Prinz von Oramen, 'dessen Oheim, durch die nachdrücklichsten Vorstelltam französischen Hofe seiner angenommen hatte.

Tinqmars wurde nun auch auf dem Schlosse Pierre-Encise verhört: le"s^te aber noch alle ihm nachtheilige Punkte ohne Ausnahme. Zugleich erinnerte ek ^Kanzler an gewisse Zwistigkeiten, die sie beyde ehedem mit einander gehabt hatten/.,,welcher willen er für seine Person wünschte, ihn nicht zum Richter zu haben.der Kanzler ließ sich dadurch nicht abschrecken, das Verhör mit aller Schärft ft^,Fhen: aber er konnte Tmqmam zu keinem Geständniß bringen, wodurch der Prowp