4i3 29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.
l t'4 2 Kammergäter in Sedan und der umliegenden Gegend dem König gegen eine belieb^
Entschädigung zu übergeben, und für die Artillerie, Kugeln und andere derg!^,Dinge nichts zu verlangen, als was ihm der König in Betrachtung der grossen Schden seines Hauses, die dasselbe, tun Sedan in Vertheidigungsftand zu sehen,machen müssen, dafür anweisen wollte. ,
Der Kardinal Mazaritti, der bevollmächtigt war, mit dem Herzog ^Vergleich zu schliessen, besuchte ihn hierauf in seinem Gefängniß, um die SaH ^Richtigkeit zu bringen. Wäre das Fürstenthum Sedan von Frankreich abhaiM ^Wesen, so hatte der Herzog ohne alle Barmherzigkeit sterben müssen, wenn auch ^halb Europa für sein leben gebeten hatte, und Sedan wäre eingezogen worden-aber dies nicht war, so muste dem König mehr an Sedan, der gewöhnlichender Mißvergnügten, als an dem Tode des.Herzogs gelegen seyn. Daher war lchGzarun bald mit dem Vergleich fertig. Der Herzog erhielt seine Freyheit und eine» ^sprechungöbrief, wodurch er in seinem Stande, Würde und Titeln bestätiget lv>§ -Am rc> Sept. Dagegen nahm Mazarrni von der Stadt und dem Schlosse Sedan Besitz, ohneder Herzog wegen seiner Kammergäter andere, als sehr allgemeine Versicherungen,langt hatte. -
Gleich nach der Besitznehmung von Sedan ward der Herzog von ^auf freyen Fuß gestellt, der alsdann auf seine Güter nach Türenne gieng, wo ^der Stille lebte. Er eilte nicht sehr, die Entschädigung zu erlangen, die man ihr"chgen feiner Kammergücer zu Sedan versprochen hatte, weil er unter einer anders Agierung entweder eine bessere Entschädigung oder gar den Besitz dieses FürstcnE^wieder zu erlangen hoffte; und der Kardinal hielt sich seines Orts an den buchstä^MAusdruck der herzoglichen Erklärung, daß er seine Entschädigung dem Willen des ^nigs und des Kardinals völlig überlassen wollte. Er glaubte also, alles Versprochene Akommen erfüllt zu haben, wenn er ihn in Freyheit und Stille auf seinen Güternliesse. Nach dem Tode des Ludwigs des Dreizehnten hatte dieser Herzog n^,einige Hoffnung, sein Fürstenthum zu erlangen: allein tNazarin» setzte ihm «nss^windliche Schwierigkeiten entgegen. Aber die versprochene Entschädigung wurdenicht verweigert; denn Ludwig der Vierzehnte gab ihm durch einen Tauschvcham i oten März i6z i die Grafschaft Evreux und die Herzogthümcr Chateau - ^und Albert, nebst andern Gütern, deren Einkünfte sehr beträchtlich waren. ^ ^Vergleich mit Der Vergleich des Herzogs von Grleans war schon geschlossen, als
Sem Herz. v. in die Hände des Königs kam. Er versprach , als eine blosse Privatperson, ahneOrkans. Gouvernements, ohne Kompagnien von Gens d'Armes oder leichten Reutern und ^Aussicht und Verwaltung in dem Reich zu leben. Diese Bedingung hatte ^
vorgeschrieben, um dem Herzog alles Recht zur Regentschaft und Staatsverwolcu^nehmen, im Fall der König sterben sollte. Gasts ließ sich sogar die Zahl seines . ^dienten und ihre Personen von dein König bestimmen, und dankte dem Kardinal wdemüthigen Ausdrücken für den Glimpf, den er in Ansehung seines Vergehtvorwalten lassen b). A.r
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