Band 
Neun und dreyssigster Theil.
Seite
448
JPEG-Download
 

1646

448 ZO. Buch. Ludwig der Vierzehnte.

französischen Bundsgenossen in Teutschland nicht zum besten. Die Schwede« hatte"ihre Eroberungen in Böhmen verlohren, und sonst allerhand Anfalle erfahren; und ^Lander der Landgräfin von Hesien, die bisher so standhaft bey dem Bündniß mit FrAreich geblieben war, befanden^) in der Willkühr der Bayern und der Kaiserlichen. ^

ne die Vereinigung mit den Schweden konnte ihr Türenne nicht beybringen. ^ ^

Vereinigung schien unmöglich: dennoch bewerkstelligte er sie durch eine Kriegslist,lreß das Gerücht verbreiten, als wenn er Befehl erhalten hätte, sich mit dem Pri^"von Gramen zu vereinigen, und gieng bey Wesel über den Rhein. Durch diesen n)M"Umweg kam er den Kaiserlichen vor, und stieß bey Giessen zu den Schweden. Dadurchder Feind vom Mayn abgeschnitten,und den Schweden und Franzosen stand der Wegder Donau, folglich auch nach Bayern offen.Man hätte damahls tief in Bayern eindril^können, wenn Türen,legewollt hatte; allein, seitdem sich die Schweden den Absichten^Franzosen auf Breysach widersetzt hatten, hielt Frankreich für gut, die Schweden Mzu mächtig werdenzu lassen. Daher hörte man auch die bäyrifchen Vorschläge zur P^

-. losigkeik gerne,ob man sich gleich auf ihre Redlichkeit nicht verlassen konnte, und Türe""'

deswegen d>e Anschlage der Schweden MfBaM» mchcimt-rstüKm. DerK«'

a e...a vnn . ttiw st.,1, Bruder. der Kursivst 7 r ru lll>"

Bayern'ü.fürstvonBayeM/UNd sein Bruder, der Kurfürst von Röltt,schlössen würklich zuK ö l 11. mit Frankreich einen Vertrag, der aber erst am r4 ten März 1L47 unterzeichnet w»^

veruiöge dessen sie parteylos zu bleiben versprachen r).

Zivistigkei- Mit dem damahligen Pabst Innocenz dem Zehnten hatte Frankreich ^

ten mit dem sihiedene Zwistigkeiten, die vornehmlich von dessen spanisch gesinntem Gemüth Herr

ätz"

Pabst

ten; weniastens"legte ihm dies der französische Hof zur Last." Bey seiner ersten Mnalsbeförderung hatte er lauter Freunde des spanischen Hofs bedacht, und inson ^dem Ertzbischof von Ach. Bruder des Kardinals tNazarMl, den rothen Huth verU^ ' ' i den Krieg so eifrig fortsetzte.

weil er es nicht leiden konnte, daß Mlazarim den Krieg so eifrig fortsetzt. , „rächte sich dtestr dadurch, daß er die Kardinäle Barbermj, Nepotcn des vor>Z^Pabsts, denen ^Innocenz vor seiner Erhöhung, die er ihnen zu danken hatte,Versprechen gethan und sie nicht erfüllte, vielmehr sie heftig verfolgte, aufnahm/dem ältesten, mit Namen AtttoN/ dasErtzbißthum Reims und die Stelle einesalmostnier von Frankreich verschaffte. Hernach drung er auch darauf, daß derden Barberrni Genugthuung leisten sollte. Um ihn dazu geneigter zu mache"/schloß man, sich sowohl zu Wasser als zu Land dem Kirchenstaat zu nähern,Uiltnnch- gleich den Spaniern die Platze, die sie an den Küsten von Toskana besassen, undmungen der Angriff sie am wenigsten vermutheten, wegzunehmen. Dabey hatte man nochFranzosen ge- sondere Absicht, dem Prinzen Thomas , der sich den Winter über zu Paris auf§".§deali M-estdi? / eine Herrschaft in Italien zu erwerben. Obgleich Frankreich durch den bish^' ^

° ^ ' ' Krieg schon sehr gelitten hatteso wüste doch Mazarrm eine Flotte von 18 ^

40 Kriegsschiffen und andern nöthigen Fahrzeugen aufzubringen. Sie seegelte 'Anführung des Prinzen Thomas nach den Küsten des tyrrhenischcn Meers, u>w ^ i"te die französisch Gesinnten in Verwunderung, die Spanier aber und ihre

r) 1°. r. PSA. iz 6 sg. p. I.p. Z 76 1g. 17/earr. Lr^o/>. Th- 6 -

er TVe^oe/ar/o///Irrerer ^ Oor/r<te U. st. Vergl. t. <//'/<?> 'p. 1. 27;

> ro«c^a»r /a /ie geant Th. 2.B. 5. S- 5-Z u. st.

i/io.kol ) p. 25; kg- O« Mo», D 6. p. izKsgg. Schlegel Th.9-S.4r " l-

kerä

»

d

g

Y