Band 
Neun und dreyssigster Theil.
Seite
501
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zo. Buch. Ludwig der Vierzehnte. 501

^wPrinzen so fest verbunden, daß er der Freundschaft gegen ihn die dem König schuld!« ,6<lge Treue aufopferte.

. Bisher hatte man sich immer noch mit der Hoffnung eines Vergleichs geschmek«und der Herzog von Örleans wollte der Mittler dieses Friedens werden. DasParlament wünschte es wegen der wichtigen Dienste, die Londe der Krone geleistetund wegen der gefährlichen Folgen, die man von einem bürgerlichen Krieg be«

Achtete: hingegen wollte der Hof sein Ansetzn behaupten und den Kardinal zurückru»ohne den die Königin nicht leben konnte, und der die Ursache aller dieser Unruhen. Dies konnte ohne den grösten Nachtheil des Prinzen nicht geschehen, weil er°. dessen Rückkehr durchaus nicht willigen wollte; daher alle nun folgende Widerwärtig«

^teri des französischen Staats. Das Parlament schob die Einregistrirung der königli« Conbe wird

klärt.

Am 4. Dec.

c. uuv uur.. .setzte. Endlich muste doch

'Mn des Hofs gehorchen.

«, Die Bestürzung der Misvergnügten wurde durch die Nachricht von der Rück« Das Parla-hr des Kardinals nach Frankreich vollkommen. Das Parlament erneuerte seine Der« menr verfährt. onungen gegen MazNNNl, erklärte ihn von neuem für einen Majestätsverbrecher, sehr hart ge»f dfaßte donnernde Schlüsse gegen dessen Person, zog dessen Güter ein, verkaufte des sc» den Kard.'^Bibliothek, erklärte dessen Pfründen für erledigt, und setzte sogar, zum grossenAer« Mazarini.

der Geistlichkeit, 50,000 Thaler auf dessen Kopf. tNazarmi bekümmerte sich"!Ht viel um diesen ohnmächtigen Sturm, über den ohnehin die witzigenKöpfe z„Pa«

^spotteten, indem er dagegen durch die Königin und eine muthige Armee geschütztUrde. Ein gewisser Schwindel hatte das Parlament so sehr bethört, daß es durch. ^ Verordnung befahl, daß einige Parlamentsräthe sich an die Gränzen begeben soll«iua ^ gegen die Armee des Kardinals, das hieß, des Königs, Untersuchungen an«

«iie und daß es sich schmeichelte, dadurch ü bis 8000 Mann aufzuhalten, dieBesthl des Königs den Kardinal wieder im Frankreich einführen sollten. Zween,^'üinentsherren waren unbesonnen genug, mit einigen aufgewiegelten Bauern und. lanimengerafften Soldaten dem Kardinal entgegen zu gehn und die Brücken abzubre«über die er seinen Weg nehmen muste. Das Seltsamste hierbey war, daß dass^rlci^E kurz vorher den gegen LNazarmi in Waffen stehenden Prinzen der beleidig«

^ Majestät schuldig erklärt hatte, und daß es ohngeachtet seiner Forderung, daß der^tzvg von Orleans sich dem Kardinal widersetzen möchte, bald darauf verordnete,möchte keine Truppen wider den Kardinal werben, und man möchte zu ihrerZahlung kein Geld aus den öffentlichen Kassen nehmen.

Indem man das Hausgeräthe und die Bibliothek des Kardinals verkaufte, na« 1652der dem Königreich, mehr als ein Eroberer, der im Triumph einzieht, als in Mazarini

de„l - eines Vertriebenen, der aus seiner Verweisung zurückkommt. Die ihn kommt wieder

^3 eilenden Truppen wurden von dem Marfchall von Hocquincourk angeführt, und ehrewgen ^ s"s seine, das ist, des Staats Unkosten geworben worden. Alle Officiere tru- voll empfaru^une Schärpen, welches die Farbe der Hausbedienten des Kardinals war ; stlt-gen.vr» ^"ug, daß der bisher so bescheidene Minister auf einmahl so kühn wird, seine Ü--

y eine Armee tragen zu lassen, die doch zum Dienst des Königs bestimmt war. So

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