Band 
Neun und dreyssigster Theil.
Seite
515
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, Oft.

ZO. Buch. Ludwig der Vierzehnte. 5 l 5

Belagskken zweifelten nicht, er würde die spanischen Galeeren angreifen und schlagen,iulnahl da der Wind günstig war: allein, er begnügte sich blos damit, daß er einigeLebensrnitteln beladene Barken in den Hafen brachte, und kehrte nach Provence»urück. tadelte ihn sehr: allein, seine Schiffe waren so schlecht ausgerüstet, daß

.. nichts unternehmen konnte. Der Marquis von Sc. Andre' LNontbrün griff zwarte Verschanzungen der Spanier an, ward aber zurückgeschlagen und zum Rückzug nach^erena gezwungen. Bey den Ausfällen war la Motte auch unglücklich. Die Spa«

.^r hatten Anhänger in der Stadt; der darin fast aufs höchste gestiegene Mangel an^chsmitteln und die innerlichen Verwirrungen Frankreichs machten sie kühn; la. ^tte muste sich ergeben, erlangte aber für sich und für seine Truppen eine ehrenvoll Am^ Kapitulation, und für die Einwohner eine völlige Amnestie und die Erhaltung ihrerHoheiten. Die Belagerung hatte funfzehen Monate gedauret. Hierauf unterwarffast ganz Katalonien seinem ehemaligen Beherrscher. Nur Rozes und einige ge«idgere Plätze hielten sich noch.

H . 3 n Italien gieng die wichtige Festung Casale verlohren, vor der Spaniens In Italic».

^ so oft gescheitert waren. Die Bewohner der Stadt waren von den Spaniernd dem Herzog von LNanrua gewonnen worden und öffneten die Thore. Die fran« Am 16. Oft.Kitsche Besatzung zog sich in das Schloß, muste sich aber aus Mangel an kebensmittclndald ergeben. Die Stadt und die Festung ward dem Herzog von Mkanrua überge« Am r I Okt«ben, jedoch unter der Bedingung, daß er nur Soldaten aus feinem Lande, und keineSpanier oder andre zur Besatzung hineinlegen sollte.

Dies war jedoch noch nicht der ganze Verlust, den Frankreich in diesem Jahrrnden muste. Londe , der sich von dem Herzog von Lothringen trennte, zog gegen«e Niederlande hin, und eroberte Chatcau-Porcieii, Rethel, St. Menehonld, und. Lothringen Bar le Düc. Allein, der Marschall von Türenne, der dem König der«

Lochen hatte, die Feinde zu hindern, daß sie keine Winterquartiere in Frankreich neh«

.'en könnten, war so glücklich, sein Versprechen zu erfüllen; und Mazarrnr, der sich«Mals an den Gränzen des Königreichs aufhielt, um bey der nächsten Gelegenheit inMelde zurückzukehren, bemühte sich, mit viertausend Mann, die er aus Artois undMardje versammlet hatte, und die ihm zur Bedeckung dienen sollten, die eroberten^atze wieder einzunehmen. Er eroberte auch Chatcau, Porcien wieder, und bereiteteVolk durch das Gerücht von diesen dem Staat geleisteten'Diensten, zu seiner bevor«

Wenden Rückkunft m).

. . Mazarmi rückte nach und nach in Frankreich so weit fort, daß er seinen Ein« r 6zz, g m Paris halten konnte. Dieser war noch prächtiger, als der königliche nach den Am F-br.Och/" Truhen gewesen war. Der junge Monarch, der, seiner Volljährigkeit ohnge- Amme wieder< doch noch allzusehr unter der Herrschaft seiner Mutter stand, schickte dem Kar->'-^"icht allein seine Gensd'Armes, leichten Reuter, die schweitzerischen und fran«

Garden entgegen, sondern er holte ihn selbst ein, in Begleitung des Herzogs^ Anjsu , des Prinzen Thomas von Gavoyen, und der Marschalle von Vrlle-

'. ' ' ' ' als er sahe, daß der Kar«

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di» Plessrs - praslin. Er stieg aus seinem Wagen, abal bey Erblickung des seinigen gleichfalls ausgestiegen war.

D. Z. p-

^ . Vergl, 1*. 2.P. 2^

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Th. 7. Seit. 6 l ». ff.