Band 
Neun und dreyssigster Theil.
Seite
531
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zo. Buch. Ludwig der Vierzehnte.

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anriet Kaiser seyn; und dachte also sehr verschieden von seinem^ Enkel Aettl Al-. ^chr. Die französische Gesandten schlugen hierauf ihren eignen König vor: als sieamir sogleich abgewiesen wurden, Mren sie vor, es sey schicklich, erst den Frieden^zustellen, ehe man in der Kaiserwahl weiter fort schritte, und erboten sich, dieVer,

^'ttelung der Kurfürsten bey diesem höchst wichtigen Geschäfte anzunehmen. Aber dieSpanier befürchteten, es möchte eine Schlinge darunter verborgen liegen, und hinter,setzen die Annahme des Vorschlags. Die östreichischen Minister bekümmerten sichUch nicht deswegen, weil die Volljährigkeit des Erzherzogs herbeyrückte, indem erschon in seinem siebenzehnten Jahre stand, und zur Volljährigkeit nur die Zurücklegungselben erfordert ward. Leopold begab sich nach Frankfurt, gewann seine Gegner,errichtete die Französischen Ranke, und wurde Kaiser. Da die französischen Gesand-en die Wahl eines östreichischen Prinzen nicht hatten hintertreiben können, so suchten>e wenigstens die ohnehin dazu geneigten Kurfürsten noch mehr anzufrischen, daß siemch die Wahlkapitulation die Gewalt des Kaisers enger einschränkten und auf dieliktliche Erfüllung des Westfälischen Friedens drungen; wobey jedoch die Franzosengentlich nur auf den Artikel sahen, durch den das Haus Oestreich sich anheischig ge-acht hatte, Spanien gegen Frankreich keine Hülfe zu leisten. Um der Sache desto"jehr Nachdruck zu geben, errichteten die teutschen Fürsten am Rhein , wegen derNachbarschaft mit Frankreich, einen Bund mit dieser Krone, der rheinische Bund ErrichluMgenannt. Der König von Schweden, als Herzog von Bremen und Verben, und die ^ rh, i „ 5Herzoge von Braunschweig und Lüneburg, nahmen Antheil daran. Für die Spanier, lchcnDundcö.Sie dadurch der östreichischen Unterstützung beraubt wurden, war dies ein empfindlicherStreich, zumahl da die Lage ihrer Sachen in den Niederlanden mißlicher war, als je-mahls c). '

, Eromwet hatte die Franzosen mit ziemlichen Ungestüm aufgefordert, Wort Unruh,,, in« halten und Dunkirchen zu belagern. Nicht allein die äußern, sondern auch die innern 'Urovi,,.-Angelegenheiten des Staats machten es nothwendig, ihm nachzugeben. Die Provin-»M waren nicht ganz folgsam, uns die Empörung war an mehren, Orten würklich aus-gebrochen. Die Provenzalen weigerten sich, unter dem Vorwand eines Freiheitsbriefs,

Mige neue Auflagen zu entrichten, und hatten die Waffen ergriffen. Das Parlä-"Nt zu Dijon hatte einige Edikte nicht angenommen, die es der Provinz Burgund für"üchthetlig hielt; und in der Normandie gab es ohnehin viele Misvergnügtc, besonders.Mer dem Adel; denn obgleich die Herzogin von Longueville ihr Betragen sehr ge<h"°crt und eine gewisse Andächteley angenommen hatte, so war sie im Grunde doch^ Prinzen von Londe' noch sehr ergeben und begünstigte heimlich dessen Anhänger.

^°ch, dies war noch nicht das Schlimmste. Der Marschall von Hocqumcourt, der Neue Ver-hiaseiner erste» entdeckten Verratherey wegen Pc rönne und Ham billig hätte rm eächecey ^desÜ w "gen sollen, hatte sich, man wciß nicht, warum? mitLonde verbunden und?_2^rreichlshabcr la Riviere zu Hedin beredet, die Spanier aufzunehmen, wodurch °

Eingang in Frankreich verschafft wurde und bedenkliche Folgen zu besorgenrn. Es wgx dies desto schlimmer, weil Londe damahls gerade im Begriff stand,

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(>vo 1 '. r, p. 7 -169. 2. lb,. 7. p. 507.5,1. Vergl. z. P.26

>)ij^ 's"nrösische Prahlercyen und Unverschämt- sgg. P.r. P.40,. Ke-vv/er P.r.p.

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den Provin-zen Frank-reich s.