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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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31
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Fünfte Ode.

(§eht! Amok selber leitet sie^icht in verschleime Fürstenhäuser:

selber knüpft das Band der Eintracht hie,

^urch dreyer Fürsten Myrthenreiser.

^priesnes Anhalt! dich alleinbeglücken solche Prinzeßinnen,

^ie an Verstand und Schönheit ungemein,

seltner Tugend reich, der Prinzen Herz gewinnenÄ8ie sonst ein Gärtner Arm und Handliebsten nach dem Baume strecket,ihm die Frucht, die er so köstlich fand,

^ast stündlich neue Lust erwecket!

^ie sich des Winzers Lüsternheitgeständig nach den Reben sehnet,

Zl

Zu

Welchen sonst der Trauben^Süßigkeit,

^it vielen Jahren schon den Leckermund gewöhnet.. Tie blicken beyde ganz verliebt,

"uf ihren Zweig, auf ihre Reben,

wlffens schon, was der für Aepfel giebt;

lind

^as dieser pflegt für Most zu geben.

E? bebt ihr Arm! Wie fährt er gleichMacht nach den gewohnten Aesten;

^ fragt man sie: Was lockt, was reizet euch?

° ist die Antwort da: Hier schmeckt die Frucht am besten.^ ^o, theurer Fürst, Prmz Christian!

^ 3>eng es dir in deinem Lieben;h ^ sahst das Glück der beyden Brüder an,

^ bist h^y Anhalts Stamm geblieben.

recht: So darf dein Freudenfest^ werthen Brüder Lust nicht weichen;

^ ^>gt das Glück, das Schwarzburg nicht verläßt,reyer Brüder Wohl ein dreyfach Gnadenzeichen.

Gcneuß,