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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
Entstehung
Seite
178
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i?8 Der Oden andres Buch.

Eusebia thut manchen BlickAn ihre blaugewölbte Zimmer,

Und auf der alten Wahrheit Schimmer,Mit äusserster Begier zurück.

Sie lobet die verfloßnen ZeitenDes kaum entstandnen Christenthums;Und schämt sich des geringen Ruhms,Um welchen ihre Söhne streiten.

l§ie ist von langen Kriegen matt.Und sehnt sich nach dem süssen Frieden:Dafern ihr Zion ihn hierniedenZu wünschen und zu hoffen hat.

Sie heißt uns zwar die Wölfe meiden.Doch nicht mit Rasen auf sie gehn;Indem die Heerden hungrig stehn.

Weil niemand sie begehrt zu weiden.

gelehrter Jünger, sehn wir dichAuf deines Gottes Tempelstuffen,

Dahin dich Christi Wink geruffen:

So dankt man Gott, so freut man sich.Wir denken noch der treuen Lehren,Damit dein Fleiß sich hier erwies.

Den beiger Hörer Anzahl pries.

Die »«verrückt dein Wesen ehren.

Atzt spüren wir mit reger Lust,

Daß du in Zions LehrerordenEin wohlverdientes Mitglied worden;Dein Glück vergnügt die treue Brust.Du wirst bey deines Heylands Heerden,Ein treugesinnter Hirte seyn,

Und nicht gleich vielen, bloß zum Schrill,Ein Diener der Gemeine werden.