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Der Oden andres Buch.
Ä8ie kömmt es nun, gelehrter Mann,Daß dein erlangter Ruhm im LehrenNicht Amors sanfte Regung stören,
Nicht Hymens Fackel dämpfen kan?
Ist denn dein edler Trieb ersticket?Verdammst du, was dir sonst gefiel?
Und ist dir dein gelehrtes ZielDurch einen sauften Kuß verrücket?
Der Ehstand pflegt ja, wie man weis,Die Lust zur Wissenschaft zu mindern;
Und tausend bange Sorgen hindernDen vormals ungestörten Fleiß.
Minerva, sammt den Castalinnen,
Hat Amors Pfeile stets verlacht:
Wie konnte denn die schlaue MachtDes klugen Cramers Brust gewinnen?
Jedoch, wir merken schon den Grund,Daraus dein Heyrathöschluß entsprungen;Und da es uns dabey gelungen,
So thun wirs mit Vergnügen kund.
Die Sorgfalt für ein häuslich LebenNimmt hundert edle Stunden hin.
Die ein davon befreyter SinnDen Wissenschaften pflegt zu geben.
Ein kluges Weib befreyt alsoGelehrte Männer von den Sorgen;
Es bleibt so mancher Gram verborgen,
Und ihre Klugheit macht sie froh.
Man denkt mit ungestörten KräftenDer Wahrheit und Erkenntniß nach,
Und nicht, zu aller Künste Schmach,
Den unbeqvemen Hausgeschäfften»