Vierte Ode.
Aohe Braut! vergiß die TriebeDeiner kindlichzarten Treu;Schmecke, daß nichts süßer sey,
Als des Ehstands reine Liebe.
Aeltern sind noch keine Freyer,
Kein Geliebter, kein Gemahl:
^nd auch der ist zehnfach theuer,Nach so wohlgetroffner Wahl.
Du erfüllst, was ihm entgangen,Die von Döring lebt in dir;
Ja man glaubt fast, daß er hierNielmal mehr, als dort, empfange».
nun jene für Vergnügen2ln so werthen Armen fand,
Das wird dich hinfort besiegen,
Durch dein sanftes Heyrathsband.
Schäme dich nur nicht zu sagen,daß du deinen Bünau liebst,dem du so viel Küsse giebst,
^ls du andern abgeschlagen:
^ebst hu ihn, er liebt dich wieder;^eyde zärtlich, beyde treu.
Nacht, ihr Musen! meine Lieder,
^ky so schönen Flammen neu!
8ehrt mich ihren Werth besingen,Nie nur neulich Gruft und Schmerz:
mein Reim auch Bünaus HerzNag mit reger Lust durchdringen.
A^r ach, jhr könnt nicht spielen,
Neil man euren Trieb verschmäht:
^nn ihr meine Kunst so vielen^älich nachgesetzet seht.
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