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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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238
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2Z8 Der Oden drittes Buch.

theurer Schüße! dessen HuldIch so manches Jahr verehret,

Siehst du, was mir meiner SchuldLängst beschloßnen Abtrag störet?Deiner Tochter HochzeitkerzenSchreckten meine Muse nur;

Weil ich, mit bestürztem Herzen,Beßrer Lieder Ton erfuhr.

Dennoch wag ichs eiferSvoll,Furcht und Zweifel müssen weichen;Meine Pflicht gebeut, ich soll:

Drum so nimm dieß Freudenzeichen.Nimm dieß Merkmaal treuer Triebe,Da den wackern HebenstreitChristianens keusche Liebe,

Sie, sein kluger Geist erfreut.

Dieses ist die erste FruchtDeiner väterlichen Sorgen;

Denn wem ist die weise ZuchtDeiner Pflanzen wohl verborgen? .

O wie schön ist sie gerathen,

Wenn man deine Töchter sieht!

Deren Geist, in Wort und Thaten,Warlich um die Wette blüht.

schöne Schwestern! folget auchFolgt doch bald im Hochzeitkleide;

Geht es doch nach Landeöbrauch,Macht den Eltern neue Freude.Glaubt, die modernden GebeineRegen sich in jener Gruft,

Die euch, von dem Leichensteine,

Ein Glückzu ! entgegen rufft.