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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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345
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Z45

Hei»

Siebender Gesang.

Auge thränet noch für zarter Traurigkeit,^ ^ d^urühte Geist an jenen Tag gedenket,^>ern mir der Tod sehr bald und vor der Zeit

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Mer hingerafft, und unser Haus gekränket.

^ ^ 3er damals ich und mein Geschwister war;

^ deutlicher ward unser Unglück klar;

^ vergrössert ward, weil wir nicht fähig waren,Änuuer einzusehn, der allen wiederfahren.

^ nahm die Selige sich einzig unser an,

« allein erzog uns vaterlose Weysen.

^ ^ Mutter je an Kinder wenden kan,

^^Ostiieu wir mit Recht an ^unsrer Mutter preisen.

^ ' ^iler Unterhalt und Zucht und Unterricht,ert andres mehr, was taufenden gebricht,

^ilZ die ganze Zeit von ihrem theuren leben, ,ihr selbst ertheilt, theils mittelbar gegeben.

^ ^^ivostern! die ihr sie im Tode habt gesehn,^ °^t uirch ißund an diesem fernen Orte!

Mir, wenn und wie ihr Abschied ist geschehn?waren doch der Todten lehte Worte?

^ be auch einmal an ihren Sohn gedacht?

^ ihr letzter Kuß auch sehr bestürzt gemacht?

X, ihr auch geweint, indem der fromme Segen,H ^'^erlicher Hand, auf eurem Haupt gelegen?

5 ,! ^re dieser Ort, wo man die Weisheit lernt.

hätt

auf ihr Geheiß und Wort von mir bezogen;

s.. - ich mich von ihr ohn ihren Wink entfernt,wich ihr Rath nicht selbst dazu bewogen:dj/^ würde fast für Kummer, Gram und Pein,U sch^/^äumte Pflicht mein eigner Henker seyn;

^ chde Läßjgkeit verdammen und verfluchen,

"wn Fehler selbst mit Ernst zu rächen suchen.

d 5

Allein