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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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367
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Funfzehnder Gesang.

Z6?

kein Work, das nach der Einfalt schmecket,^ ^""ern wohl sehr oft ein Schandfleck ist:

^ ^d Geist mir mehr und mehr entdecket,

^ r. du doch ganz mwergleichlich bist.

^ "3er Scherz, ein ernsthastedleö Wesen,

^ überall dein wißerfülltes Wort:

denn wohl zehnmal durchgelesen,

^3 ich erst das Blatt, und doch mit Mühe, fort.denkst du nun, bey diesen stillen Freuden?Engelskind! misgönnst du mir die Lust? ^^^Man sich, dieß Glücke zu beneiden,

?"j>ge, davon ich noch gewußt?

"ach, ob meiner zarten Liebenicht zu hart und grausam sey?

^ i) ^ doch die Neigung deiner Triebe,iv^en muntern Kiel, von diesem Zwange frey,umsonst! Du schreibst es mir im scherzen,Zwang, als eine theure Pflicht:

^ so reiß dein Bild noch aus dem Herzen,

Ai es scheint, auch das gönnt man mir nicht,du nicht die List bey diesen Ränken?dein Kiel nur erstlich seltner schreibt:schon, daß auch im Angedenken^ ^ '"'o dey dir kein Plähchen übrig bleibt.

?!ht ^ '"an die Glut von stark entbrannten FlammenH^Hi/ ^^alt auf einmal dämpfen kan;

^ sich destomehr zusammen,

?rh, ^ s'ch nur um desto schärfer an:

^ flicht "'cht das wilde Feuer hegen,

?3>>rdÜ^ die Nahrung zu entziehn;

^^>cht ^ sich von sich selbst schon legen,

^ Funken gleich in dünner Luft entfliehn.

Erwege