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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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485
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Viertes Schreiben.

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^ Herr! du zürnest nicht, wenn mein erfreuter Kiel^ ^ deinem Bruder schreibt. Du selber bist das Ziel»

^ dient zu deinem Ruhm, eö dient zu deinen Ehren,

»yjr hohes Lob in Welschland schallen hören.

^ Blut, so jenen regt, das regt sich auch in dir:

^ Geist, der jenen treibt, erweiset sich auch hier.

jst euch beyden hold. Du hast es oft bewiesen,

^ hat in Dampf und Blut die starke Faust gepriesen,^ hat in mancher Schlacht die Heldenart gesehn,

^ ^ durch, deinen Arm der Feinde Fall geschehn.

^ kohlen edles Volk wird dein erhabnes Wesen,j ^ ^ng der Weltkreis steht, in hundert Schriften lesen,

! ^ Schriften, die kein Zahn der langen Zeit verzehrt:

weil die Barbarey auch Seulen umgekehrt,

^ ^ ein Ehrenmaal weit besser in Geschichten,

^gegoßnem Crzt und Marmor aufzurichten,qvälet dich, o Held! kein innerlicher Neid,arm an Thaten ist, schmäht fremde Tapferkeit rwer so, wie du, dem grossen Bruder gleichet,tzj ^m stin eigner Muth den Palmenkranz gereichet,

^ ^ mit Gelassenheit die fremde Tugend an,

^ erfreuet sich, wenn andre was gethan.

^ faßt den Schluß: Man muß die That belohnen!^Held« sxeust du dich bey deines Brutströ Kronen.Glück, erlauchter Graf! ist deiner Tugend gleich,^ Ochste machet dich an aller Wohlfahrt reich.

^ ^ Zwar nicht vermählt, du stehst nicht in dem Orden,^ °^rnials gerühmt, auch oft verworfen worden:

^ stört dein freyer Stand dein wahres Glücke nicht,ein Verehlichter von tausend Sorgen spricht,vergnügtes Herz von dem erwünschten Leben,1°ver niemals schmeckt, den besten Abriß geben.

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