Andres Lehrgedichte. 587
^ie Gläubigen beschützt, den kühnen Feind bestreiket,
' das verirrte Volk auf beßre Wege leitet.
^eg dann« Mit eurer Wuth aus unserm Freudenfaal,verberget oder hemmt des argen Herzens Qval,
^ie Männer, die chr seht zu grösser» Würden steigen,
^ie sollen euch gar bald den schnöden Irrthum zeigen.
Drum auf! mein Pfeifer! auf! ergreife Schmückn. Hut,^ie dein Verdienst dir giebt. Was soll der blöde Muth,^ev dir bisher geraubt, was dir vorlängst gebühret,
^enn dein gelehrter Fleiß die Lindenstadt gezieret?
^an frage nur die Schaar, die deine Lehren kennt,
^ie ihr bey deinem Glück von Lust und Freude brennt,
^ch weis, ich weis gewiß, sie wird sogleich gestehen,
^aß nichts, als dein Verdienst und Tugend dich erhöhen.
mehr, ganz Leipzig hat den Eifer längst gespürt,
^r manches Felsenherz, dem Donner gleich, gerührt,^nn du mit Muth und Kraft, zu jedermanns Vergnügen,^en hohen Predigtstuhl im Tempel oft bestiegen.
^ein Vortrag ist sehr weit von jenem Wahn entfernt,manchen Mund bethört, daß er nur künsteln lernt.
, " suchest keinen Ruhm, du wünschest zu erbauen,lässest, was du lehrst, in deinem Wandel schauen.
^ Glück zu, belobter Mann! zu deiner neuen Tracht!Himmel, der dir selbst die Würde zugedacht,ferner seine Gunst, wird ferner seinen Segen,
^ deinem Lehreramt, zu deiner Arbeit legen.
^Ein Name zeiget schon dein grosses Wesen an,
^§N weis, was vormals hier schon Pfeifers Fleiß gethan zjedoch man prophezeihk aus hundert guten Zeichen:
^ erste Pfeifer wird dem andern völlig weichen.
III. Lehr