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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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587
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Andres Lehrgedichte. 587

^ie Gläubigen beschützt, den kühnen Feind bestreiket,

' das verirrte Volk auf beßre Wege leitet.

^eg dann« Mit eurer Wuth aus unserm Freudenfaal,verberget oder hemmt des argen Herzens Qval,

^ie Männer, die chr seht zu grösser» Würden steigen,

^ie sollen euch gar bald den schnöden Irrthum zeigen.

Drum auf! mein Pfeifer! auf! ergreife Schmückn. Hut,^ie dein Verdienst dir giebt. Was soll der blöde Muth,^ev dir bisher geraubt, was dir vorlängst gebühret,

^enn dein gelehrter Fleiß die Lindenstadt gezieret?

^an frage nur die Schaar, die deine Lehren kennt,

^ie ihr bey deinem Glück von Lust und Freude brennt,

^ch weis, ich weis gewiß, sie wird sogleich gestehen,

^aß nichts, als dein Verdienst und Tugend dich erhöhen.

mehr, ganz Leipzig hat den Eifer längst gespürt,

^r manches Felsenherz, dem Donner gleich, gerührt,^nn du mit Muth und Kraft, zu jedermanns Vergnügen,^en hohen Predigtstuhl im Tempel oft bestiegen.

^ein Vortrag ist sehr weit von jenem Wahn entfernt,manchen Mund bethört, daß er nur künsteln lernt.

, " suchest keinen Ruhm, du wünschest zu erbauen,lässest, was du lehrst, in deinem Wandel schauen.

^ Glück zu, belobter Mann! zu deiner neuen Tracht!Himmel, der dir selbst die Würde zugedacht,ferner seine Gunst, wird ferner seinen Segen,

^ deinem Lehreramt, zu deiner Arbeit legen.

^Ein Name zeiget schon dein grosses Wesen an,

^§N weis, was vormals hier schon Pfeifers Fleiß gethan zjedoch man prophezeihk aus hundert guten Zeichen:

^ erste Pfeifer wird dem andern völlig weichen.

III. Lehr