Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
9
JPEG-Download
 

Vorrede.

9

fen in einem Canot nebst einem chinesischen Lieutenant gefangen worden. - - Dienst-tags den uten Oktober wurde die Stadt von den todten Leichnamen gesäubert,man brach alle Hohlziegel von den chinesischen Häusern los, um ihre Schlupfwin-kel besser zu entdecken. Hierauf ging das Plündern -rst recht an, sonderlich m demHause des chinesischen Capitains, wo man ganze Säcke vol Geld und unter an-dern drey Kisten mit zovoO Thalern gefunden und auf das Stadthaus m Verwir-rung gebracht. Thee, Porcellain, Chitzen, die schönste Leinewand, seideneZeuge sind in Ueberfius unter das Volk gekommen - - An der Mittewoche, am12ten Oktober, that man unter dem Plündern noch fernere Haussuchung- bey denChinesern, deren noch viele gefunden und zum Tode gebracht wurden. Endlich,wie die vor Batavia versamleten Feinde gesehen, daß ihrer Nation das Unglück,so sie den Christen zugedacht, widerfaren, verliessen sie die Stadt und rettrirten sichnach dem Gebirge. - - Ich erhielte hierauf Ordre, meinen Posten einem altenLieutenant zu übergeben, und nach Batavia zurück zu kehren. - - Man zälte bey8Oo Häuser, welche die Flamme bis auf den Grund verzehrt hatte. Und kan ichdie übergrossen Reichthümer , welche diese Nation besessen halte, nicht ausspreschen. Unter der Erde fand man noch mit Gold und Silber angefülte Kisten - - (/).Allein was half uns alle dieser Reichtum! Es lag auf einmal aller Handel undWandel, den chinesische Prinz, der noch immer im Lande herumstreifte, versper-rete uns den Zugang aller Lebensmittel, und ruinirte fast alle Zuckermühlen, derenauf Batavia über zoo anzutreffen waren. - - An alle diesem Unglück war nunNiemand anders, als der General Valkenier schuld, welcher sich vor keinem Men-schen sehen lies, sondern beständig bey einer guten Bouteille Wein sich mit tausendGrillen herumplagte; es würde gewis mancher rechtschaffene Kerl vor Hunger ge-storben seyn, wenn nicht der ungemein gütige Baron von Imhof - - - von seinemeignen Vrehe schlachten und nebst Wein und Brantewein unter die armen Solda-ten austheilen lassen. "Darauf der weitere Zug wider die Feinde erzält wird, bisendlich alle Chineser von Java weggewichen, und mit ihrem Cibanyang zu demKönig von Maleng sich begeben, S. 18 5. S. 137 folgt aber eine Nachricht, dienoch erheblicher ist, und zur Ergänzung der Geschichte gehört, die bey uns §. rzi.S.4O7 ganz kurz abbricht. "Inzwischen wurde der Ursprung dieser Empörung"von den zwölf edlen Herren des hohen Raths stark untersucht, und die Schuld"in einer dazu angestelten Versamlung, welche bis zu Mittage währete, dem Ge-"neralgouverneur Valkenier, von den Herren von Imhof, Haes und Schin-

b 2 "ne

G Von den chinesischen Fahnen, deren beyuns S. 406 gedacht wird, meldet dieser Verfas-ser auch S. 114; daß dieses Blutbad an ihremgrossen AZeyang oder Joosftfte, im MonatLctober vor sich gehen sollen. Für jeden WkY-

Mlg haben sie dem Gouverneur 100 Dictons zuzalen versprochen. Er setzt aber alle diese Auf-schriften nur auf Eine Fahne, und sagt nichtvon fünfen. In den Aufschriften ist auch einigerUnterschied.