Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
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z.Hauptst. z.Abs. Entdeckungen der Spanier nordw. der Marieninseltt. z

fange des sechzehnten Jahrhunderts hatte man in Spanten ganz andere Begriffe alseho, nachdem Don Garem de Loa^ja im Jahr 1525 mit einem Geschwader vonsieben Segeln durch die magellanische Meerenge nach Ostindien mit Verhaltungsbefth-len geschickt worden, die genauesten Beobachtungen, so ihm möglich, anzustellen, umdiese Schiffahrt zu erleichtern, und sich die besten Mittel bekant zu machen, wie die-selbe nicht nur unmittelbar aus Alr Spanien, sondern auch aus denen in America be-reits gemachten Eroberungen getrieben werden könte d). Als er aus der magellanische«Meerenge in die Südsee kam, wurde ein kleines Schis, dessen er sich als eines Advis-bootes bediente, von seiner Flotte getrennet, und kam endlich, nach vielen auf demMeer ausgestandenen Gefahren, in einen Hafen von Neu Spanien, als die Leute aufdemselben in Gefahr schwebten, vor Hunger zu sterben e). Durch diesen Zufall erhieltder berühmte -Fernands Csrtes, damaliger Untertänig des Kaisers, Nachricht vondieser Unternehmung und von derselben Absicht. Er ertheilte hierauf Befehl, so baldals möglich eine Flotte auszurüsten, welche aus lauter neuen Schiffen bestand, die erin diesen Gegenden hatte erbauen lassen, und ernante seinen Neffen, Alvars de Save-dra, mit der Ordre zum Befehlshaber darüber, dein Don Garcia nachzufolgen, undsich mit seinen Entdeckungen wohl bekant zu machen; weil Cc>rres die moluckischen In-seln und alle zwischen ihm und denselben liegende Lander so einsähe, als ob sie von Rechtswegen zu seinem Gouvernement gehöreten A). Also sehen wir, daß es ihnen damals

A 2 weder

d) Franz Lopez de Gomara Hilkona xeneral -le las lluliss, Ich. 4. c. >2. Alonzo de Dralle Lela-cwn Mtoric.1 (lel Idevno l!e Lluls. I-'Llprii lies I.OIX, Ich. 21. c.iz. e) Alonzo de

Dralle lislscion biltoriea sei R.evris se Lkile. Galvanos Dilcovcries tianslzreä l-y K.

Antonio de Äerrcra Hüll»!» öe las lulllas OcollleiUsIes, I)-c.Z. Ich. r. c. 4.

A) Um sowol dasjenige, was im Text gesagtwird, als auch verschiedene andere Stellen in die-sem Abschnitte gehörig zu verstehen; so wird nö-thig seyn, den Leser an dasjenige zu erinnern,was bereits von den Grenzlinien erwehnct wor-den , die der Pabst bestimmete, um alle Strei-tigkeiten zu verhüten, die wegen der von den ea-siilischen und portugiesischen Unterthanen gemach-ten Entdeckungen entstehen tönten i). Die er-stere von diesen Linien wurde mit dem erster» Me-ridian in einer lZW^nung von dreißig Gradenwcstwcrts parallelHMgen, und ging durch View-fonndland und durch die Mündung des FlussesMaranon, mitten durch Brasilien durch. Dieandcre Linie solle durch den Meridian von Ma-lacca gehen. Diese Linien waren die östlichenund westlichen Grenzen der spanischen Entdeckun-gen , und die westlichen und östlichen Grenzen derportugiesischen. Ob nun gleich -Herrcras ausdiesem Grunde alles das, was die Spanier kraftdieser pabstlichen Ertheilung besassen, das spani-scbe vvestindien, im Gegensatz der portugiesi-

schen Entdeckungen, welche Vsti'ndien hiessen,nennet; so gibt er uns doch bey Beschreibung deserstem eine neue Eimheilnng, welche sehr merk-würdig ist, und worauf der Leser besonders Achthabe» wird. Er nennet alles das, was die Spa-nier in dem nördlichen Theile der neuen Welt,von Auivrra an bis nach Porto Bello besitzen,las InSias Sel Viorte , oder ViorSindien,und alles, was sie von Porto Bello an bis andie magellanische Meerenge besitzen, las Indiasde Medio Dia, oder Südindien, das zu sei-ner Zeit, wie er saget, unrichtig America ge-nant wurde. Hieraus sehen wir, daß diese Be-nennung damals nur von dem südlichen Theil des-jenigen grossen veften Landes gebraucht wurde, dasjcho ganz und gar diesen Namen führet -). Dasübrige, das ist, alles was zwischen der Südseeund der letztem Grenzlinie lieget, beschreibeter unter dem Namen las Invias Oel Po-nente, oder Vvcsiindien. Dieses mus noth-wendig einem englandischen Leser sehr seltsam vor-kommen , der jederzeit gewohnt gewesen ist, eben

diese

r) Man sche den erstem Abschnit dieses Hauptstückes in dem Texte und auch iu den Anmerkungen A)M C). 2 ) Antonio de Herrera OelLripciou elr las luüias Osciäemales aap. 4 . > 4 .

Argensola Cvngullka äe las lila; Klaluoas, Ich. r.