z. Hauptst. 4. Abs. Entdeckungen der SpÄNier norbw. der Marieninseln. 17
der Sache selbst oder ihre Wichtigkeit anbetrift, nichts t). Die Spanier, wenig-stens die unter ihrem Schutze stehende Jesuiten, haben ansehnliche Mißionen in Cali-fornia und O,uivira, welche diesen Zweifel leicht heben könten, dessen Hebung demspanischen Hofe um gewisser, am gehörigen Orte anzuzeigender Gründe willen, sehrwichtig scheinen mus, wenn er seine indianischen Angelegenheiten völlig einstehet undaufmerksam überleget. Da er auf drittehalb hundert Jahre im Besitz dieser Lander ge-wesen ist, so ist ^ gewis hohe Zeit, alle dieselben betreffende Umstände und alle davon zuerhaltende Vortheile genau zu kennen; denn widrigenfals werden solche Lander mehrentdeckt, als besessen, wenn dieser Besitz blos darin besteht, daß mau sie mit wenigputzen für sich behalt, oder sie vielmehr andern vorcnthalt, die sie mit besserm Nutzenbesitzen könten k). Allein dieses wird einem noch seltsamer vorkommen, wenn wir be-denken, daß diese Begierde, Lander zu besitzen, ohne sie zu nutzen, schon fast vor zwei-hundert Jahren von den besten Kennern des spanischen Interesse in diesen Gegendendcrdamt worden. Es sind also dieses weder von der Sache entfernte, noch dem Genie derspanischen Nation zuwider laufende Meinungen; sondern es sind vielmehr Entwürfe, dieihre eigene Schriftsteller sehr meisterlich ausgearbeitet und vorgeleget, auch deren Befol-gung als schlechterdings nothwendig vorgestellet haben, um die verschiedenen Theile desspanischen Indiens mit einander zu verbinden und dadurch den Regierungsplan auszufüh-ren, der durch Entdeckungen angefangen, durch Eroberungen fortgeführet, und durcheine weise und wohleingerichtete Policey behauptet, bevestigct und völlig zu Standegebracht werden mus l).
§. 8.
Wir finden, daß nicht weniger als vier verschiedene Entwürfe zur Eröstmng Verschiedeneeines Weges aus der Nord - in die Südsee vorgeschlagen worden, ohne den durch die entwürfe zuinagellanische Meerenge, oder die nordwestliche Durchfahrt, wenn es anders eine Errichtung ei«che gibt, mit darunter zu rechnen. Der Hauptendzweck aller dieser Entwürfe ging c^aft Mischendchin, es möglich zu machen, daß man von Spanien nach den philippinischen In- der nord r undsein segeln könte, ohne denen Unbequemlichkeiten ausgesetzt zu seyn, welche man auf südsee.dem Wege durch die magellanische Meerenge erfahren hatte, und die man auch mitdem durch Nordwesten verbunden zu seyn glaubte ">). Alle diese Entwürfe gründeten sichaugenscheinlich auf den Satz, daß das wahre Interesse der spanischen Krone darinnebestünde, daß sie eine genaue und ununterbrochene Gemeinschaft zwischen allen ihrenColonien, sie möchten liegen wo sie wolten, und auch zwischen diesen Colonien undihrem mütterlichen Lande unterhielt. Diejenigen sowol, welche diese Entwürfe vor-schlugen, als auch die, welche solchemnterstützken, waren überzeugt, daß diese regel-mäßige Gemeinschaft nicht nur zu der gegenseitigen Wohlfahrt der Colonien erfordert
würde,
i) Riüoria natursl y morst ä- Iss Ir-.öias en que 1s trg.r-m las canläs notadilos äel Qelo, y elemeni-r«s, msrales, I'laok-is, y ammalss «leNzs, por ei cle Ij> Ompaoia <Ie lelus, qto.
en Levila, 15^0 1^.2. HvMi«.'. de EOMcrrtr Hillona Zoneral r!e las Inckas cav. 214,
Hakluyrs Vo^Fes, die Omriiülausgabe p. 5<>2. k) Anrsmo dc Herrcra Ocscnuc
a« locliss Occiil-ncal-s cap. -6. Francyco de Gualle Voyazs io Hak'luvtö Lulle,-lion.
Hakluykö Lullcüisa ok Voyaxes Vol. 2 p. 42!,. l) Galvandss v-lcov-ri-s bv n.ik-
toyr. De Guallcs Vc^age. Grovan, Francesco, Gemein Larreri Luo ^clM) Galvandos üücovsries, I))- ILKIuyr. Alonzo de Vvalle R.elacion rsllniica lie! Nevno»e Llule l,d. 2. c. 4. Franc. Lopez de i§v!»ara Uiltoria xeoeral lie las Iiulias c, 214.
A.W.H.rb.EH. N.H.8.TH. C