q.. Hauptst. r.Ms. Schicksale der englandischm Hattdlungsgeselschüft. 12;
Mille und wegen seines geringen Vermögens daselbst zurück, um noch mehrere Probenvon der unmenschlichen Grausamkeit des Generals zu erfahren m). Hier eröfnet sich unS«iue schandbare und abscheuliche Scene von Ungerechtigkeiten, welche wir zur Ehre derMenschlichen Natur unterdrücken müssen. Der General war kaum wieder in seineStelle eingesetzet, als er alle Handlungen einer ausgelassenen, frechen und chrgeitzigeaTyranney ausübcke. Ausser dem daß er den Chorburne auf die heimtückischste und nie-derträchtigste Weise unterdrückte, empfanden auch besonders noch zween andere Herren,deren Aufrichtigkeit seinen Maasregeln ein Hindernis war, die Geisel seiner ungerech-ten Rache. ' Dieses waren die Herren Pik und Bourchree, welche beide aus dem Ra-the und beiderseits ganz anders gesinnct waren, als dieser kleine Bassa. Sie hattenihre Redlichkeit und Ehre seiner Gewogenheit jederzeit vorgezogen; indem sie sich aberseinen gefährlichen Absichten beständig widersetzten, so erlagen sie endlich unter der tastseiner Gewalt. 'Die Rache des Sir Johann Lhild brach besonders deswegen mit al-ler Gewalt los, weil sich diese Herren einer teuflischen Inquisition, die er unter derAufsicht eines geflüchteken Griechen errichtet, standhaft widersetzten. Ihre Liebe zur. Freiheit und seine grausame Verfolgung nöthigte sie, ihre Zuflucht in die Staaten desMoguls zu nehmen, wo sie eine Zeitlang glücklich handelten. s)rr ward endlich vonSeeräubern gefangen, und, vermittelst des leutseligen Gouverneurs, ein so hohes Löse-gelo für ihn gefordert, daß er in der Sklaverei) starb. Er verlangte sodann in stolzenund trotzigen Ausdrücken von dem «wgulschen Gouverneur zu Surar, daß ihmBour-chier, sein Weib, seine Kinder und Effecten ausgeliefert werden selten. Dieses, nebstder Vorstellung, so er dem mogulscheu Gouverneur vorgegebener Beleidigungen halberthat, legte den Grund zu dem Kriege, der mit dem Grosmogul erfolgte. Man kansich leicht vorstellen, wie sauer cS diesem englandifchen Räuber geworden seyn mus, sei-ne Beschuldigung scheinbar zu machen; eine Beschuldigung, die sich auf Betrug, Ehr-geitz und Tyranney gründete, die weiter keine Absicht hatte, als die indianischen Kauf-leute, seine Gläubiger, zu bezahlen, seine Macht zu vergrössern, und seinen Privathaßund Groll gegen den Hm. Lourchier völlig auszulasten ") ^).
D. 2 §. 64.
m) Dodslep Vol. 2. n) Hamiltou Vol. I. ibill.
E) Es wird dem Leser nicht misfällig seyn, die-n aus fünf und dreißig Artikeln bestehende Be-schuldigung hier zu finden. Wir glauben, daßbe sonst nirgendswo angetroffen wird, als in Hrn.^Mikrons Geschichte von Glrindien.
Jahr 1Ü87.
I. Im vorigen Jahr fries ein von Juddah
Im
bvlriinendes Schis des Molah Abdal Gaßoarseinem Rückwege auf zween dänische Secräu-, die es zur Prise machten. Als man nun»si Surat Nachricht davon erhielt, so beklagtench der gedachte Gafloar, auf Zureden des Me-Razim und anderer Kauficnke, bey dem da-Öligen Gouverneur Salabaat Lau», und all-er,, Beamten zu Surat darüber, und sagte, die^"glanOer zu Surar hätten sein Schis wegge-
nommen. Zu gleicher Zeit schickte er auch seinenSachwalter nach Hofe, um stch bey dem Königezu beklagen, welcher hierauf auch dem Gouver-neur u. s. w. Befehl ertheilet«, die Sache zu un-tersuchen und zu richten. Bey dieser Gelegenheitwurde ich durch Bestechung dem Könige, seinenUnterthanen, den Franzosen, -HollänSern undandern Nationen von einer solchen Seite vorgestel-let , daß mir schimpflicher Weise das Handeln indiesen Gegenden gleichsam untersaget ist.
II. Diesen Klagen des Gaß'oar zu Folgewar ich nicht im Stande, mein Geld in dem ZolrHause frey zu machen, und es aus demselben zu-rück zu bekommen, oder meine Güther nach Eu-ropa einzuschiffen, indem sie weggenommen undangehalten wurde*. Daher sahe ich mich genö-
thiget,