42 6 XIII. Buch. Historie der ostindischen Handlutttzögeselschaften.
ihren Nachbarn wird sie mit neidischen Augen angesehen. Die vornehmsten Platze ausderselben sind Iafnapatam, Trmkenemale, Marerols, Puma de Galo, Lo-lumbo, Nijombs, Gcrkavaca, und Land'? l). Die ostindische Compagnie best«Het die sämtlichen Küsten der Insel, ohngefehr zehn bis zwölf Meilen das Land her-ein, und die meisten von den vorhin erwehnten Städten. Die Portugiesen, die ehe-dem hier vesten Fus hatten, legten viele Vestungen zu ihrer eigenen Sicherheit an, stdaß es schwer hielt, sie zu verdrängen. Als aber die Holländer einmal mit dem Kö-nige von Land?, der den besten Theil der Insel als Souverain behersthcte, ein Bünd-nis geschloffen hatten, so griffen sie dieselben schleunig auf allen Seiten zu Wasser undzu lande an, und sie wurden, wie wir oben gemeldet haben, allmählig aus allen ihrenBesitzungen vertrieben. Da nun die Holländer seit der Zeit sich viele Mühe gegeben,in gutem Vernehmen mit diesem Monarchen zu stehen, so haben sie von ihm fast alleserhalten, was sie begehret S). Die Compagnie sendet alle Jahre einen Abgesandten mitverschiedener! Geschenken an ihn; dafür Seine Majestät der Compagnie ein Kastgen mitJuwelen zurück schicket, daß das Schis, worauf es befindlich ist, so hoch angesehen wird,daß es den halben Werth der Flotte ausmachet). Der Generalgouverneur lässet es derge-stalt unter die andern Waaren verpacken, daß nicht nur niemand von der Schifscompagnie,sondern auch der Capital» des Schiffes selbst nicht weis, ob es auf seinem Schiffe besinstlich ist; welches zum Beweis dienet, was für unermeslichen Reichthum die Compagnieaus ihren indianischen Staaten ziehet, zugleich'aber auch lehret, was sie für weise «ndkluge Maasregeln wählet, den erlangten Reichthum in Sicherheit zu setzen. Die beideffHauptplätze auf dieser Insel sind Puma de Galo und Lolumbo. Dieser letzte ist ditResidenz des Gouverneurs und seines Raths; der andere aber ist eigentlich weiter nichtsals der Hafen dieser Stadt A Die Lust zu Ceylott, ob sie wol sehr heis ist, wirbdoch für erträglich gesund gehalten. Das land hat einen Ueberstus an Früchten vollallerley Art. Sie haben eine grosse Menge Flüsse, verschiedene Arten von Fischestzahmes und wildes Flügelwerk, wie auch Thiere, sonderlich aber Elephanten, bisweit grösser sind, als in andern indianischen Ländern, Tiger, Baren, Zibetkatzen,^fen u. s. w. So ist der Staat der Compagnie auf dieser Insel beschaffen, der att ^kcm Guten einen U/oerflus hat, jedoch nur für sie alleine k) T).
§. - 4 -'
f) Ianixon Uwk preknt cle I» Uepiiblique <Iez ?r»vmces vnies wm,p, g) Asts
cin KUmoires. l>) leLxpcäinon 6s rrois Vsillsgux Win. 2. ;>. izo. 6 Ast
Graaf Voysges p. li;. k) ktemuircs lur le co,!)Msrce Ues NoIIülläuis p. 207.
Nixon Ltsr >!rLlonc 6s la lveuubligrie 6ss kmvirises Vnies wm.i. x.
T) Der Kaiser von Leplon bleibet nach allenAbsichten ein sehr mächtiger Fürst: sein Gebieteist von sehr grossem Umfang, ftine Einkünfte sindfast nnermeslich, sein Hof ist prächtig, und dieAnzahl seiner Unterthanen so groß, daß,er 202020ftreftbare Männer auf die Deine bringe», kan;und ob wol sein Credit etwas eingcbüsset, seitZem er unter bei» Einflus der Holländer gestan-den, so wird doch seine Autorität besser unterstetzcc, und seine Einkünfte sind durch das, was
i-h Dr. Darein TNsmoirex»
die Holländer auf dieser Insel inne haben,vermindert worden 19). Diese leben bogst,,hier ganz sicher, und dürfen von einem sotigen Nachbar keine plötzliche Gefahr befürstststindem sie auf allen Seiten der Insel ganz voMliche Vestungen haben. Die zu Igfänapstslieget aus der Nordseite, wo das Land in vetzw ,dene Inseln zertheilet ist; und da die ^ 'der das ganze Land mit einem Schinken verl!chen, sv kan dieses als der Knochen anM ^