Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
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5. Hauptst. z. Abs. Von den Colonien der Holländer in Indien.

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§. - 47 .

Dis ist eine wahre und richtige Vorstellung vom heutigen Zustande dieser In-- Nachrichtsein; nichtsdestoweniger sind sie für die Holländer von unbeschreiblicher Wichtigkeit, vom musca-und geben am Werth der Insel Amdo^nn nichts nach, auf welche sie aus Staatsklug« tennuöbaum.heit alle Reichthümer der moluckischen Inseln zusammen geschleppet haben. DieserReichthum entstehet aus dem wichtigen Commercio mit den Muscatennüssen, die hierin so erstaunlicher Menge wachsen, daß die Holländer alle europäischen Handelsplätzedamit versorgen können c). Der Baum, der diese vorkrefliche Frucht träget, ist anGrösse einem Birnbaum sehr ähnlich, nur die Blätter desselben sind den Pfirsichblatterngleich, ausgenommen daß sie grösser sind. Die Muscatennus, wenn sie reif, istMeistens so gros als eine welsche Nus, und ist mir zwo Hauten oder Schalen bedecket,davon die erste sehr vest und meistens einen Finger dick ist, die aber von selbst abfält,wenn die Frucht reif wird. Wenn man sie mit Zucker einmacht, so hat sie einen sehrfeinen Geschmack. Die zweite Schale ist rothfarbigt, und hat einen sehr gewürzhaf--ten Geruch. Wenn man sie öfnet, so zeiget sich die Frucht oben mit einer kleinen Blu-me, die sehr schön rst, und an Gestalt einem Mayblümgen gleich komt. Sie samlendie Nüsse und trocknen sie; sie müssen aber vorher in frischen keimen geschlagen werden,weil sich sonst der Wurm darin erzeuget und sie verderbet b). Ausser diesen erwehntenInseln gibt es noch verschiedene andere in der Nachbarschaft von Banda, wo dieMuscatennüsse wachsen würden, wenn die Compagnie sie nicht alle Jahre ausrottenliesse; welches einem anfänglich befremdlich vorkommen möchte, indem man glaubensolte, daß, wenn sie einmal ausgerottet worden, sie nicht leicht wieder wachsen möch»wn. Allein diese Schwierigkeit wird leicht gehoben, da man weis, daß die Vögel die,selben jährlich auf alle diese Jnstln bringen, die deswegen von den Holländern die Gart,

»er der Spczereybäume genennet werden e). Es sind nicht alle über der Art und Weisteinig, wie dieses von den Vögeln geschiehet, obwol alle Reisebeschreiber bekennen, daßes wirklich von ihnen geschehe. Herr Tavermer meldet uns, daß, wenn die Musca,tennüffe reif worden, verschiedene Vögel von den südwerts 'gelegenen Inseln kommen,

*wd die Nus ganz verschlingen, dieselbe aber, ehe sie verdauet worden, wieder von sichgeben müssen k). Wenn nun die Nus, die mit einer schleimigten Materie überzogenworden, auf die Erde falle, so fasse sie Wurzel und treibe einen Baum, der nicht ent,stehe, wenn sie wäre gepflanzet worden. Herr Thevenot dagegen saget uns, daßBaum auf folgende Art hervorgebracht werde s). Es gibt, schreibt er, auf der Irr-st! eine Art Vögel, die, wenn sie die grüne Schaale aufgepicket, die Nus verschlingen,

"nd wenn sie dieselbe eine Zeitlang im Magen beherberget, durch den ordentlichen Weg^'eder von sich werfen; worauf selbige an dem Ort, wo sie hingeleget worden, ganzUnfehlbar Wurzel fasset, und mit der Zeit zu einem Baum wird. Der Vogel ist gc,stEet wie ein Kukuk, und die Holländer sollen ehedem, wie man uns gemeldet hak,

'^n Unterthanen bey Lebensstrafe verboten haben, dieselben zu tödten h) B). Mit

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c) klrmmr-5 sur le Ommerce äcs Ilolttnäuis p- > 9 '. "9-. d) Dr. Gattin Ncmmres.

1.'Lx,)sämon >1? rrnis V-olLrux rom. 2 . p. ,;5. f) cles Inäes ?srr. ?. liv. 2.

p. 2-,-,/ g) s« Inäcs Ottenrsles vol. 5 . p.h) Eir Thomas

Pope Blount ^--ruisl ttistsry p.uL-

) Es ist schwer zu bestimmen, ob nicht ehe- bas ist, m Ansehung der Schonung dieftr zur, un diesen Berichten etwas wahres gewesen, Specererplantage beförderlichen Vogel; jeho aber

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