5. Hauptst. z.Abs. Von den Colomen der Holländer in Indien. 475
unmöglich, daß seit der Zeit einige Einrichtungen gemachet worden, so gewis als es ist,daß unsere vorhabende Nachrichten sehr weit von denen abgehen, die wenige Jahre vordieser Periode für sehr genau und zuverlaßig gehalten werden.
H. ^ 27z.
Ehedem schickten die Holländer jährlich vier Schiffe von Batavia nach Ja- Zustand ocspan, jetzo aber nur zwey, deren jegliches dreißig bis fünfzig Kanonen führet; sie Handels dersind aber nicht sonderlich bemannet, weil auf diesen Meeren wenig Gefahr zu befürchten HEnder inist, sie nach bey den JapanesttN keinen Argwohn erregen wolle!:, als welche gleich ei. Japan.
Neu Verdacht schöpfen, wenn stark bewafnete Schiffe an ihren Küsten ankommen.
Diese Schiffe sind nun mit solchen europäischen und indianischen Waaren befrachtet, diein Japan Abgang finden; zum Exempel, engländisthe und holländische Leinewand, akr^rlci, Arten Camelot, Gold, und Silberstoffe, kostbare seidene Zeuge von allerhandFarben, sonderlich aber Carmoisin und weiße rohe Seide, rohe und gesponnene Baum»wolle, Tapeten, Bley, Stahl, feiner Zucker, allerhand Arten Specerey, maroccani«scheä keder und allerhand Arten von Hauten, sonderlich aber Bock, und Gemsenhäute,wovon sie eine erstaunliche Menge einführen, und meist noch halb so viel Ochsenhäute a).
Sie schiffen gemeiniglich in der Mitte des Junius ab und landen zuerst an der Insel Po!-timon, die unter dem zweiten Grad und Minuten der nördlichen Breite lieget. Da-selbst nehmen sie Wasser und andere Erfrischungen ein; und darauf sehen sie ihre Reisebis nach Japan fort, wo sie gemeiniglich im August ankommen; und da alles zu ihrerAufnahme bereit ist, so werden ihre Güther hurtig ausgeladen, in ihr Waarenlager ge,
^acht, sortiret und zum Verkauf ausgestellet. Es wird ihre Ankunft den Kaufleutenw den umliegenden Landern zu wissen gethan und Verzeichnisse von den Waaren ver-neiget, die mit der letzten Flotte angekommen, so daß mit dem Ende des Oktobers aßvorbey ist, und es werden die Schiffe in dem nächsten Monat wieder in scgelfertigenStand gesetzet, da denn die Japanestr nie vergessen, auf ihre Abreise zu dringen b) E).
Ooo 2 Sonst
oh Nsmolres lvr le Lomwerce 6e; Hollanäois p. 197. Abts de Lbojsy jE'rml clu cke 8irm.
Dr. Gacciu lUemoires. b) wa'rher Sch outen Vo^'.xe ec-un r. p. ntz.
, Diese Reise reu Baravia nach Japan. ^ von den holländischen Seefahrern auf sieben-und fünfzig Meilen gerechnet, und ist we-des stürmischen Wetters, dem sie zu allenjfpreszeiten öfters unterworfen sind, sehr gefähr-I), und sie haben auf dieser Reise mehr Schiffeeßvren, als auf allen andern indianischen NeuI Sr). Dem scheinet eine Anmerkung zu wir^Jpkechen, die öfters in ihren Journalen gefun-wird, nemlic!) daß die besten Reisen die nachd°,^w, China, Japan, Bengal, Locoman-^ Surar und an die Küste von Persien wärsqx' schlimsien aber, die nach Java, Macass^ - Ambsyns, Banda und Ternate 91).b wahre Meinung davon aber ist, daß sie aufEstern Reisen mehr Gelegenheit haben, Geld
zu verdienen, als auf den letztem. Was aberdie Beschwerlichkeit, Gefahr und Mühe betrifftso geher die Reise nach Japan, wie vorhin ange-merket worden, allen andern vor, und das umso viel mehr, da die Leute aus einem sehr heiffenHimmelsstrich in einen sehr kalten kommen. Eswird nicht undienlich seyn, zu bemerken, daß, alsdie ostindische Compagnie jährlich noch vier, fünfbis sechs Schiffe nach Japan schicken durfte, die-selben auch sehr begierig gewesen, eine nordöstlicheFahrt dahin zu entdecken, und wenn sie diesesleisten können, so würden sie aus -Holland gera,de nach Japan und von d-> wieder nach -Hollandhaben segeln können, und zwar in kürzerer Zeit,als sie von -Holland nach Batavia brauchen.Als aber dieser Handel sich neiget«, und jährlich
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dtemoires ch, Ppmi y. walrbee Schonten VoyüK-es «ux Inäss OrientsleL vol. 2. p. N8-l-o) Nicolaus Gr-ras Vo^-sZes aux lnäes OriemAos p. 555-