5. Hauptsi. z. Abss Von den Lolonien dev Holländer in Indien. 502
Oeraner haben seit länger Zeit sehr angelegentlich um eine Kirche in der Stadt Sä-kavia angehalten / es ist ihnen aber ihr Gesuch allezeit abgeschlagen worden,, ohnerach-lec dasselbe so vernünftig war, zumal an einem Orte, wo selbst die MohammedanerUnd Heiden eine freie Religkonsübung haben,, und sogar die Chineser, die doch denTeufel selbst anbeten d)., Unter diesem. Kirchenrathe stehen auch die Tröster der Kramken, die Schulmeister und Catechetem- Von diesen lehten hat die Compagnie sehr vie-le am Bord ihrer Schiffe in Diensten,- deren Amt darin bestehet , täglich das Gebet.LU thun , und diejenigen zu unterrichten,, die die christliche Religion annehmen wollenDiese Catechetem sind meistens geborne Indianer ^ und dn sie verschiedene Sprachendeden, so sind sie. auch geschickter, der;-, nöthigen Unterricht zu ertheilen', und das Mandensbekentnis so verschiedenen Nationen beiZiibringen .- die, wenn sie bekehret und ge-^ufet worden, die heilige Communion empfangen:. Damit aber die Einförmigkeit de--sto besser beobachtet werde> so. wird jährlich von dem Predigern eine Visitation unter al-len diesen Neubekehrten mit grosser Pünktlichkeit und Beobachtung des Wohlstandesangestellet , dabey sie alles scharf untersuchen ,- und alle neue Meinungen bald möglichstausrotten ch B).. Dieser Einrichtung zu Folge breitet sich' die refor mirte Religion sehraus,, sonderlich-' unter, dem Schwarzen/- von-welchen öfters hundert um die Taus Au-suchung thun , die ihnen aber so schnell- nicht gewahret wird , indem, sie allUnterrichtet und. im den: Stand geseßett werden müssen), ihr GlaubensöekenmM abzu.e-^gen, ehe sie zur Taufe gelassen werden: Und Hiebey' nehmem es- die Holländer so ge,Nau, daß selbst in,Anfthung der. Prinzen und Prinzeßinnen. keine Ausnahme gemachct^ird. Es ist bekant genung-, daß die Chmeser ihrem grossen Konfucius dergestalt^gethan sind , daß sie sich nicht leicht zur Annehmung einer andern-Religion bewegenlassen; indes kommen dach von Zeitzu Zeit einige ,, die. ihrer "Zibgötterey entsagen,- und^sn protestantischen Glauben annehmen: In allen acht Gouverncmcntsn sind vieleschulen angeleget , dir aus Kosten der Compagnie unterhalten- werden-. Zum Exem-
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d) t'Lxp-üirion üe rrmr Viilsseöux kam. 27 p. ,077 H NicoläUS'- Gk«asi
p.zzü.zz7,- Q'Lx^eclirivn ä- crois VsillcLux rom.Lr Y.WA. lic,-
, Die holländischeostindische Compagnie hatcherdings. hohe Ursache, die ReligionSsireitigkei-in ihrem Gebiete möglichst zu verhüten, undMr rühret ihre Unbeugsamkeit gegen die Lu--^rgriev-, welche zwar nicht aus Neligionsgrün-. a, wol aber. aus politischen Gründen-entschul-werden- kan. In Eiwopa handeln die^chkralstaaten weislich, daß sie eine Toleranz''ihre,, Staaten verstatten, weil »ach Beschaf-tr " der llmstande keine Gefahr davon zu be-kgcn ig. Die Direcwres der ostindischcn Lvm-^Znie handeln nach eben dem Grundsatz, wenn
sie
frei"? Mohammedanern und -Heiden dierc>Uebung ihrer Religion gestatten, weil da-l,^ ?"iie Gefahr für sie.entstehen kan; wol aber^ Mnd verbriesliche Folgen fowo! fär ben StaatfqlS a die reförmirke- Kirche zu besorgen sind,verschiedene ScttenderLhristsniii ihr
rm indianijchen Staaten- dulten solten:- Denn'-wenn dieses gestattet werden solte, so würde sol-ches eins Eiftrstrcht erregen, sich durch Neube-kehrte zu vergrösserir, und diese Eifersucht würde-für die- christliche Religion so wenig vortheilhaftseyn, daß sie-vielmehr derselben sehr nachtheiligseyn würde. Denn daran würden die Moham-medaner,, die für ihren Glauben sehr eifrig,streiten, in der. Ausbreitung desselben aber ganz,glimpflich sind, einen- sehr- scheinbaren Eiinvurfwider die christliche Religion machen und al-ler- Bekehrung ein- gewaltiges Hindernis in denWeg werfen können; indem die geborucn Insu-laner,^ die gewis ein schlaues und. scharfsinnigesVolk sind', ganz natürlich sagen würden: ihrmüst erst. unter euch selbst einig werben , werrecht hat, ehe ihr uns überzeugen könnet, daßwir unrecht haben».