7 .Hauptst. i.Abs. Von der ftanzösis. Handlung bis auf Ludewig 14. 5Zr
terstützen, in dem andern aber war der Mangel genügsamer Sicherheit im Besitze desEigenthums, eine starke Hindernis für solche, die sich die Mühe sonst nicht hätten ver-liessen lassen; wodurch denn das Publicum gänzlich abgeschreckt wurde. Hierzu kamNoch, daß die Franzosen ihrer lebhaften, flattrigen und unbeständigen Gemüthsartwegen sich nicht wohl zu solchen Unternehmungen schickten, die ein ruhiges, standhaf«tes und dabey umgängliches Wesen erfordern b). Wenn wir alles dieses zusammennehmen, und reiflich erwegcn, daß eine ausgebreitete und wohlgegründete Handlungsehr gehindert werde, wenn die Einwohner im Ueberflus leben, die Verfassung der Re-gierung nicht damit übereinstimt, und die Unterthanen selbst nicht dazu geneigt sind : sowird es niemanden fremd vorkommen, daß ein Volk, welches zu andern Dingen sehrwohl ausgelegt und dabey sehr unternehmend ist, dennoch in so langer Zeit sehr wenighierin vor sich gebracht hat
§. 343 .
Man wird einsehen, daß diese Gründe ihre Richtigkeit haben. Es ist Erster ver-bekam, daß schon vor langen Zeiten einer der grösten französischen Könige diese Um such der fran-bequemlichkeiten eingesehen, und solchen auf alle mögliche Art abzuhelfen gesucht. Frattt sösychen ostin-ciscus der erste war es, der schon in den Jahren 153? und 1543 seine Unterthanendazu aufmunterte, weite Reifen anzustellen, und ihnen die Vortheile vorhielte, welchesie zu erwarten haben würden, wenn sie feinem Verlangen ein Genüge thäten d).
Diesem Beispiele folgte der letzte seiner Nachkommen in gerader Linie, -Heinrich derdritte, der in einem den 15teil December im Jahr 1578 unterzeichneten Edicte eben-fals hierauf bestand, wiewol mir sehr schlechtem Erfolge. Es sey nun, daß seine Un-terthanen nicht aufmerksam genung darauf gewesen, oder daß der Hof selbst die Sa-che nicht gehörig unterstützen können, so wurde doch in dieser Sache nichts vorgenorn-Nien, was von uns angeführt zu werden verdiente ch sy. Indessen fand sich doch rm-
Ddd d Z ter
b) Lsssi lur lii klsrins st lur le clmnmer-e, p. 6s. 6z. c) wilh. Monsou's K-iv-il
-prsüs. d) viLlionaire äs Lommsrcs, tom. I. p. >z^6, e) Illltoirs
äs I» Lvmpsgnie clez Iiiclss, p. 14.
A) Unparteiische Leser werden es nicht ungern nat Junio des Jahrs 150z vor dem Vorgebiv-sihen, wenn wir bey dieser Gelegenheit die An- ge der guten -Hofnung vorüber, und entdeckteWertung machen, daß das Temperament der ein grosses Land, welches er das südliche IndienFranzosen wol am allermeisten Schuld sey, nante. Er hielt sich über ein halbes Jahr dardaß sie bisher, bey aller ihrer Lebhaftigkeit und selbst auf, und brachte den Sohn eines vorneh-^eschäftigkeit, doch so wenig im Seewesen vor wen Herrn mit nach Hause Von der Gewissßch gebracht. Sie haben fast eben so zeitig, als heik der Sache und verschiedenen dahin gehörigenandere Völker, Entdeckungengemacht; anstat sonderbaren Umständen, belehren uns die sehr zuraber, daß andere ihre Entdeckungen zu verbessern verlässigm Nachrichten von diesen Zeiten. IndeßW>d weiter zu treiben suchten, vernachlässigten die seu blieb dieser Versuch nachher liegen und niesFranzosen die ihrige», und sie haben bis jetzt wand dachte weiter daran, obgleich aus der vonfast gar nichts weiter von diesen Entdeckungen ge- vorgedachtemHerrn verfertigten Beschreibung die-Dach wir wollen uns deutlicher hierüber fes Landes und aus den Berichten vieler anderen,
"klären. Unter der Regierung Ludewigs des die sich auf seinem Schiffe befunden, zu ersehen»wvlften segelte Herr von Gonneville im Mo- ist, dieses Land sey von der Art gewesen, daß sich
«in
') Llemoires wucdsnr l' etsbMsment <l' uns Million clirerisnns ll-ms Is kroiii-me mcmäs, sucremencspelles !i, ^ultrsle, Ick-riäwnsls, ?,nrrrrique, er Inconnue, pr-senrer L dl. 8. k. le
ksps ^lexsnsre VM, psr un «ecleüsltigue vr>2insi»e «le celre meine 1 >rre, ,66z. 8vo.