7.Hauptst. i.Abs. Von der ftanzösis.Handsung bis auf Ludewig 14 . 59 z
Nmigen und willigen Beistand erwarten konte, und weder von Nebenbuhlern noch vonFeinden den geringsten Widerstand zu besorgen hatte c) G).
§. 354-
Indessen wurde nach reifer Ueberlegung und nöthigen Berathschlagungen mit de- AenderungNen, welche das meiste in den Angelegenheiten der Compagnie zu sagen hatten, beschloß dieses entwnrsen, daß im Jahr 1667 einige Schiffe von Madagajcar weiter nach Indien segeln M.solte», und daß die Besorgung eines dort zu errichtenden Etablissements der gemein-schaftlichen Bemühung zwey dazu geschickter Personen, die erst kurz vorher in die Dien-ste der Compagnie waren aufgenommen worden, überlassen werden solte. Der erste vondiesen war Herr Caron, dessen wir schon mehr als einmal gedacht haben. Er war vonGeburt ein Franzose, hatte aber schon viele Jahre in holländischen Diensten gestanden,und das Amt eines Präsidenten der Factvrey zu Japan bekleidet; er hatte aber aus Ur-sachen, die wir schon an dem gehörigen Orte angeführet, sehr vieles ausstehen müs-sen: und weil er für diese Beschwerden nicht genugsam belohnt zu seyn glaubte, verlieser die holländischen Dienste, und kehrte eben zu einer solchen Zeit nach Frankreich zu-rück, als man einen Mann von leinen Fähigkeiten brauchte, daher er mit Freudenaufgenommen und sogleich befördert wurde d). Der andere war Herr MarcaraAvanchin;, aus Ijpahan in persten gebürtig, der mit verschiedenen Grossen die-ses Reichs, auch mit einigen, die in Indien die Vornehmsten waren, oder doch in an«
sehn-
ch Uillvirs des Indes Olienrales rom.p. iz 5 . d) Rikoirs de 1s Lumpsgnie d-s Indes p. 40.41.
G) Da unsere Zeiten so weit von jenen ent-fernt sind, so können wir leichter die Jrthümerin des Herrn Lolbert Entwürfe einsehen, odervielmehr einige Mangel darin entdecken: bey alledem aber wird ein jeder, der es gehörig überlegt,gewahr werden, daß diese Mangel schwerlich anders^durch die Erfahrung haben entdeckt werden kön-nen , und da dieses der .gegenwärtige Fall ist, soIn man ihm nichts zur Last legen. Seins An-i"ge war sehr grss, indem das ganze Capital derfranzösische,, ostlndlsthen Compagnie aus 1 > Mil-iloncn Livres bestehen solte, wovon die KroneNeun, die Interessenten aber sechs übernehmen sol«^ ' 7). Dieses war eine außerordentliche Anstvwmerung, da in andern Ländern das Publir^Um weiter nichts als'seinen Credit und Schutz«v solchen Unternehmungen beigetragen. Er saheMonimen ein, was für Vortheile die holländi->«>e Compagnie von ihrem grossen EtablissementBar-wia gehabt hatte, er mochte aber wolNutzen den man von der französischen Facto-»u rNadagggcar erwartete, alzu hoch gerech-" h 'i en, wiewol seine grosse Erwartung, durchGeduld, Fieis und gute Wirthschaft wol hatte
können in Erfüllung gebracht werden. Hieranfehlte es aber. Und da der ganze Entwurf vonseiner Compagnie auf dieser Colonie beruhte, sowar es für jene sehr nachtheilig, daß es mit die-ser nicht fort wolle, und es war gewis für dieseneue Compagnie ein grosses Unglück, daß sie, nach-dem ihre Capitalien meist darauf gegangen waren,sich genöthigt sahe, noch einmal von neuem anzu-fangen. Bey alle dem lies er doch, wie wir se-hen, seinen Muth nicht fallen, sondern machtesich einen neuen Plan, der von seiner besondere»Fähigkeit zeugte, und dessen Ausführung mir gros-sem Eifer von ihn, unternommen wurde > 8 ).Doch die Schwierigkeiten, die er antraf, warenunüberwindlich; die besten Werkzeuge, deren ersich bedienen konte, waren für diese Unterneh-mung zu gering und andere europäische Völkerhatten sich m Inör'e» bereits so vestgesetzt, daßFremde nicht leicht einen guten Fortgang hoffentonten, wenn sie auch noch so behutsam gingenund alles aufs beste eintheilten; weiches alles dieZeit und der Ausgang allein lehren, der scharf-sichtigste Staatsmann aber nicht voraussehen konte.
>71 8-etarwn d- 1'LtsvMemem de 1 s comxsxnie rrsngoile pour 1- klo.nmei-ce des Indes OriemL-ws p. ,z-) Guyoi, Moire des Indes Oriemsles vn>,p. IZ7. ksgg.
A.W.H.26.LH. N.H.8.TH. - Fffs