Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
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7. Haupts?. i.Abs. Von der ftanzöM Handlung bis aufLudewig 14. 6oi

§. Zöo.

Um diese Unordnungen abzustellen und der Handlung der Compagnie so vielBemühun-als möglich wieder aufzuhelfen, wurde beschlossen, das System der Regierung zu ver-gcn, biehEändern, die kleinen Kammern der Directoren abzuschaffen, und die ganze Aufsicht über ^"3 zu beför,die Angelegenheiten der Compagnie zwölf Directoribus zu übergeben, die ihre Woh-nung zu Paris haben solten, deren ein jeder zoooo Livres von den verfallenen Aktienbezahlen und einen ansehnlichen Gehalt bekommen solle. Es wurde auch beschlossen,daß alle, die ihr Geld nicht ordentlich bezahlt harren, ihren Antheil an der Compagnieverlieren selten, mit dem Vorbehalte, daß, wenn sie in zwey Jahren das Geld abtrü-gen, ße wieder in ihre vorigen Rechte eingesetzt werden und alle ihre Actien zurück be-kommen solten. Diese Verordnung wurde durch ein königliches Edict vom Februar desJahrs l b85 bestätigt, worin der König dem Willen der Compagnie anheim stette, obsie die Herrschaft über die Insel Dauphme, deren sie sich, wie bereits gemeldet wor-den, im Jahr 1670 begeben hatte, wieder übernehmen, oder diese Insel in den Han-den des Königs, worin sie sich damals befand, ferner lassen wolte. Da man es derCompagnie freigestelt hatte, in dieser Sache nach eigenem Gutachten zu handeln, sohielt sie nach reiflicher Ueberlegung für gut, das letztere zu ergreifen, und diese Inselgänzlich der Krone zu überlassen, welches durch eine königliche Verordnung vom 4tenJuni, im Jahr 1636 bestätigt wurde r). Im folgenden Jahre wurden acht neue Di-rectores, ausser der, alten, in einer sehr löblichen Absicht angenommen, um nemlich dieCapitalien der Compagnie zu vergrößern. Denn sie musten 40000 Livres baar bezahlen,auf den Fall, daß sie 20000 in der Kasse der Compagnie stehen hatten, und wenn die-ses nicht war, 60000. Diese Summen, nebst denen, welche von den Interessenten vor-geschossen wurden , vermehrten die Kasse der Compagnie dergestalt, daß selbst die Klüg-sten sich grosse Hofnung machten, diese Handlung werde doch endlich einmal nach sovielen widrigen Zufallen auf einen dauerhaften Fus gesetzt werden. Diese Hofnungwurde durch die in diesem Jahre, ingleichen im Jahr iüyr gemachte Vertheilung, diesich in allem auf zo pro Cent bclief, sehr vermehret. Diese schmeichelnde Aussichtaber veranlaste gar bald ganz andere Vermuthungen, die weit besser gegründet waren,

Und die blos vor; einer neuen Staatskunst, die damals in Frankreich die Oberhand be-kommen hatte, herrührten. So wie bis dahin der Nachdruck des Hofes die einzigeStütze und Hülfe der Handlung, aller Einbuffe und Unglückssälle ohnerachtet, gewesenwar; so wurde nun solcher, da die Handlung einigermassen nach Wunsch einzuschlagenanfing, mit einemmale zum Umsturz derselben angewandt. Man sahe nun ganz deutlich,daß, so schwer es auch ist, eine Handlung empor zubringen, doch nichts leichter füreinen Staatsbedienten war, als solche durch eine unüberlegte und unzeitige Vermie-tung gänzlich in Verfall zu bringen y).

§. z6r.

Um diese Sache, die gewis eines der wichtigsten Stücke in der Geschichte der Ursachen derfranzösischen Handlung ist, desto besser verstehen zu können, mus nothwendig bemerkt verfalls der,werden, daß man sich vornemlich auf den Handel mit Gold- und Silberbrocaden und selben.

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x) Moire aeslmlez OrieMtles tom. z. p. lös. ,6z. y) Moire äe Is comprxms clez In-

a« p. 75.

A.W.H. -6.TH. N.H.8.TH. Ggg g