7-Hauptst. i.Abs. Von der französis. Handlung bis aufLudswrg 14. §29
gehen werden. Was wir nun vorzutragen gesonnen sind, würde ohne diese vorläufigeAbhandlung ungemem verwickelt und verworren, wo nicht ganz dunkel und Unverstand'«lich, gewesen seyn.
H. 366.
Gleich im Anfange des Jahrs 1674 sahen sich die damaligen Directores der Streitigkeitfranzösisch ostmdischcn Compagnie, Herr Baron und de la-Haye, mit wenigen Leu-wegen Poudüten, vie von dem grossen Heere, welches man in Frankreich zur Unternehmung gegen chery.Ceylon eingeschift hatte, noch übrig waren, in der Stadt Gr. Thomas eingesperret.
Da sie nun voraus sahen, sie würden sich unmöglich lange in diesem Platze halten kön-nen, so entschlossen sie sich, wo möglich, sich einen sicheren Zufluchtsort zu verschaffen.
Sie liessen demnach durch den Herrn Martin eine Unterhandlung mit Thrrcam L.ou-dl, dem Statthalter des benachbarten, dem Könige von Visiipour zugehörigen Lan-des, anfangen, der sich bey allen Gelegenheiten als ein Freund ihrer Nation gezeigthatte, um von ihm einen Platz, der zur Erreichung dieses nöthigen Endzwecks bequemWare, zu erhalten l). Herr Martin verfügte sich zu dem Ende nach pondichery,und es hielt nicht sonderlich schwer, vorn Statthalter auf ganz billige Bedingungen dieErlaubnis zu erhalten, sich daselbst niederlassen zu dürfen. Als nun hie Stadt StThomas übergegangen war, machten sich die beiden Directores mit ihrer wenigen nochübrigen Mannschaft dahin, hielten sich bis zum Anfange des Monats May daselbst auf,und liessen alsdenn den Herrn Martin mit einer Besatzung von boMarm (diejenigen, sosich am Bord der Fregatte Vigstante, die auf der dortigen Rhede blieb, nicht mit da,zu gerechnet,) im Besitze dieses Ortes, so wie sie auch das der Compagnie zuständigeGeld und alle Waaren, die ein Ansehnliches ausmachten, in seinen Händen zurück lies-sen m). H^r Martin überlegte, daß ihm diese Baarschaften nichts helfen tönten,und daß ihn solche, da er eine schwache Besatzung hatte, nur in Gefahr bringen könne,wenn er sie in Handen behielte: er faste daher den klugen Entschlus, den grossen Theildavon seinem Freunde, Lhircam Loudi, gegen monatliche Zinsen von anderthalb proCent, vorzustrecken. Hicdurch versicherte er sich nicht nur aufs stärkste seiner Freund,schaft, sondern er bekam auch dadurch Geld in die Hände, seine Besatzung zu erhalten,ohne das Capital selbst anzugreifen. Er berichtete hierauf der Compagnie den Zustandseiner Sachen, und meldete zugleich, wenn sie einiger Waaren im Grossen benöth-gtwaren, so könten sie von pondichery aus eben so gut, als von irgend einem andernOrte an der Küste, mit allerley Arten von Manufakturen versorgt werden, und wennsie auch jährlich für 200000 Kronen und drüber haben wölken. Diese Zeitung wardie allerangenehmste, welche die Compagnie bey ihren damaligen Umstanden erhaltenkonte, und sie stimte aufs genaueste mit den Berichten überein, die sie von ihren Di»ftttoren zu Surat erhalten hatten, daß sie nemlich, in Betrachtung ihrer geringen MachtIndien, nirgends sicherer und bequemer vesten Fus fassen könten, als zu pondrche-* 7 , welches diese Directores desto besser bezeugen könten, da sie allen möglichen FleiS
A.W.H.-6.TH. N.H.8.TH.
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