Fortsetzung.
648 xm. Buch. Historie der ostittdischett Haudluttgsgeselschüftett.
§. 397.
Dieses Land bringt alle die Bäume, Früchte und Kräuter, die in diesem Welt«theile zu finden sind, hervor, und zwar in grossem Ueberflus. Sonderlich war es ehe«dem, und noch jetzt, wegen seines Ebenholzes bekant, welches nirgends so stark, dichtund glänzend, als hier, seyn soll. Ausser dein schwarzen, welches am höchsten geschätztwird, und vorzüglich unter diesem Namen in Europa bekant ist, gibr es auch Bäu-me von eben dieser Art, die röthlich, ingleichen andere, die citronengelb sind 0) W).Pomeranzenbäume, die süsse, auch bittre Früchte tragen, sind hier in gröstcr Menge,desgleichen Litronenbäume. Die Art von Früchten, die man Tannzapfen(Ananas) nent,sind hier aller Orten, und von der schönsten Art, zu finden. Reis und andere Arren desGetreides siehet man zwar hier selten, es wird aber dieser Mangel gewiffermassen durchdie schönen poratocs und andere nahrhafte Gewächse, erseht, sonderlich aber durch dieFrucht Mamoc, die man erst in neuern Zeiten aus Brasilien gebracht, und hierzupfianzen angefangen p) N). Es gibt auf dieser Insel eine Menge Hornvieh, eine»
Ueber«
DiÄioneire 6s Lommsrce tom. s. col. izh. eäir. L Lensve 1750. p) De la BourVt«
nape diemoire rom. 1. x. >8-
M) Es ist noch sehr streitig, ob das unteruns' betanke Ebenholz dasjenige sey, dessen beyden Alten sehr oft gedacht wird, die solches sehrhoch geschäht, weil es nicht nur ein vortrcflichcsHolz ist, sondern auch gegen allerhand Krankhei-ten, sonderlich an Augen, ungemein nützlich seynsoll- Diese Art von Hetz war den gröstcn Theildes vorigen Jahrhunderte» hindurch in so grossemAnsehen in Frankreich, daß sie die Künstler,welche bey uns Käsichrnmacher genant werden,Ebonists nanten, weil sie fast einzig und alleindiese Art von Holz verarbeiteten 96). Doch istdas Ansehen dieses Holzes durch die Kunst, das-selbe geschickt nachzumachen, vermindert worden,da man sonderlich Virnbaumholz dazu nimt, diekleinen Oefiningen desselben verstopft, und ihm,nachdem es pvlirt worden, einen feinen Glanzgibt. Das röthlichte Ebenholz nennen einigeSchriftsteller, Grenadilla, und ob es gleichweder so dicht noch so schwer ist, als das schwarze,so ist es doch sehr schön und last sich leicht verar-beiten. In MesiinSien hat man eine Gattunggrünes Ebenholz, so nicht nur zu alle» vorgedach-ten Arten des Gebrauchs dienet, sondern auchzum Färben sehr dienlich ist, da es eine dunkle,schöne und dauerhafte Farbe gibt 97). Das cirtronengelbe Ebenholz, dessen es eine grosse Mengein Isle Oe France gibt, har sonderlich schöne
Adern, wodurch der Werth desselben sehr erhöhetwird, da man es für etwas besonders anstehet.Doch hat keine von allen diesen Arten anseht de"vormaligen Werth mehr 9 g). Doch, da derglei-chen blos von der so genanten Mode abhänat, sskönre es wohl geschehen, daß sie heute oder" mor-gen ihren vorigen Credit wieder bekämen.
N) Die Wilden in Brasilien nennen dieseWurzel in ihrer Landessprache, Manioca, «gbhieven sind die mancherley Namen abgeleitet,worunter sie bey Gelehrten sowol als Ungelehr-ten bekant ist, deren blosses Verzeichnis allemein paar Zeilen einnehmen würde. Der gewöhn-liche Name derselben ist indessen bey englä>rd>-schen Schriftstellern, Manihot, und sie ver-dient wegen ihres algemcimn Nutzens, daß >v-tetwas ausführlicher von ihr reden 99). Die Ein-wohner von -Hispaniola und andern Inseln, ken-nen diese Pflanze ebcnfais, und nennen die Wur-zel derselben Uuc<r, bey den Mexicanernheist sieOnanhcamotli, und wen» sie zu ftm«^Mehl gerieben worden, Casiävi; wie Mc>>»js-Ses uns versichert. Alle übrige amerieaniMVölker, von Florida an bis an die magella"!sehe Strasse, machen ihr Droöt davon, ob stgleich da-r so genante Map5, oder Brodlkor«,bcn 100). Dieses Gewächs Manihot, r'gentlich aus Brasilien gekommen, wo «s a
-;) D. James medicinischeS Wörterbuch. 96h vlLlionoiie u? frommere- «lir. ,750.
col. ,g6 97^ blilkolrs aacurells äes lslss ^n»ll-> p 92. 98^ ,
6« Looimsi-ce lom,2. col. >86. 99h D- James medicinisches Wörterbuch unter
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