Dritter Abschnitt.
Gesetz des tendenziellen Falls der Profitrate.
Dreizehntes Kapitel.
Das Gesetz als solches.
Bei gegebnem Arbeitslohn und Arbeitstag stellt ein variablesKapital, z. B. von 100, eine bestimmte Anzahl in Bewegung ge-setzter Arbeiter vor; es ist der Index dieser Anzahl. Z. B. 100 £sei der Arbeitslohn für 100 Arbeiter, sage für 1 Woche. Ver-richten diese 100 Arbeiter ebensoviel nothwendige Arbeit wieMehrarbeit, arbeiten sie also täglich ebensoviel Zeit für sich selbst,d. h. für die Reproduktion ihres Arbeitslohns, wie für den Kapi-talisten, d. h. für die Produktion von Mehrwerth, so wäre ihrGesammt-Werthprodukt = 200 £ und der von ihnen erzeugte Mehr-werth betrüge 100 £. Die Rate des Mehrwerths™ wäre = 100°/ 0 .
Diese Rate des Mehrwerths würde sich jedoch, wie wir gesehn, insehr verschiednen Profitraten ausdrücken, je nach dem verschiednenUmfang des konstanten Kapitals c und damit des Gesammtkapitals C,
da die Profitrate = —• Ist die Mehr werthsrate 100 °/ 0 :
Wenn c = 50, v = 100, so ist p' = ^ = 66 1 / 3 °/ 0 .
. c = 100, v — 100 „ „ p'=l^=50°/ o .
. „ c = 200, v = 100 , . P'=gjg=38 V,°/o-
. c = 300, v = 100 „ „ p'=^ = 250/ 0 .
- c = 400, v = 100 , . P'=^=20«/ o .
Dieselbe Rate des Mehrwerths, bei unverändertem Exploitations-grad der Arbeit, würde sich so in einer fallenden Profitrate aus-drücken, weil mit seinem materiellen Umfang, wenn auch nichtim selben Verhältniss, auch der Werthumfang des konstanten unddamit des Gesammtkapitals wächst.
Nimmt man nun ferner an, dass diese graduelle Veränderungin der Zusammensetzung des Kapitals sich nicht bloss in verein-zelten Produktionssphären zuträgt, sondern mehr oder weniger in