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3 (1894) Der Gesammtprocess der kapitalistischen Produktion / Karl Marx ; herausgegeben von Friedrich Engels
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und dass sie in dieser Form Kommando über fremde Arbeit sind,Anspruch auf Aneignung fremder Arbeit geben, daher sich ver-werthender Werth sind. Es tritt hier auch klar hervor, dass diesVerhältniss der Titel und das Mittel zur Aneignung fremder Arbeitist, und nicht irgend eine Arbeit als Gegenwerth von Seite desKapitalisten.

Als Waare erscheint das Kapital ferner, soweit die Theilung desProfits in Zins und eigentlichen Profit durch Nachfrage und Ange-bot, also durch die Konkurrenz regulirt wird, ganz wie die Markt-preise derWaaren. Der Unterschied tritt hier aber ebenso schlagendhervor wie die Analogie. Decken sich Nachfrage und Angebot,so entspricht der Marktpreis der Waare ihrem Produktionspreis;d. h. ihr Preis erscheint dann geregelt durch die innern Gesetzeder kapitalistischen Produktion, unabhängig von der Konkurrenz,da die Schwankungen von Nachfrage und Angebot nichts erklärenals die Abweichungen der Marktpreise von den Produktionspreisen Abweichungen, die sich wechselseitig ausgleichen, sodass in ge-wissen längem Perioden die Durchschnittsmarktpreise gleich denProduktionspreisen sind. Sobald sie sich decken, hören dieseKräfte auf zu wirken, heben einander auf, und das allgemeineGesetz der Preisbestimmung tritt dann auch als Gesetz des ein-zelnen Falls hervor; der Marktpreis entspricht dann schon in seinemunmittelbaren Dasein, und nicht nur als Durchschnitt der Bewe-gung der Marktpreise, dem Produktionspreis, der durch die imma-nenten Gesetze der Produktionsweise selbst geregelt ist. Ebensobeim Arbeitslohn. Decken sich Nachfrage und Angebot, so hebtsieb ihre Wirkung auf, und der Arbeitslohn ist gleich dem Werthder Arbeitskraft. Anders aber mit dem Zins vom Geldkapital.Die Konkurrenz bestimmt hier nicht die Abweichungen vom Gesetz,sondern es existirt kein Gesetz der Theilung, ausser dem von derKonkurrenz diktirten, weil, wie wir noch weiter sehn werden, keinenatürliche Rate des Zinsfusses existirt. Unter der natürlichenRate des Zinsfusses versteht man vielmehr die durch die freie Kon-kurrenz festgesetzte Rate. Es gibt keinenatürlichen Grenzender Rate des Zinsfusses. Wo die Konkurrenz nicht nur die Ab-weichungen und Schwankungen bestimmt, wo also beim Gleich-gewicht ihrer gegeneinander wirkenden Kräfte überhaupt alle Be-stimmung aufhört, ist das zu Bestimmende etwas an und für sichGesetzloses und Willkürliches. Weiteres hierüber im nächsten Kapitel.

Beim zinstragenden Kapital erscheint alles äusserlich: der Vor-