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gegen auswärtige voraussetzt, — der Konsum dieser Revenue, pro-duktiv oder unproduktiv, ändert nichts an den Wechselkursen, wennauch an der Stufenleiter der Produktion. Danach ist das Folgendezu beurtheilen.
1934. Wood fragt ihn, wie die Sendung von Kriegsvorräthennach der Krim den Wechselkurs mit der Türkei afficiren würde.Newmarch antwortet: „Ich sehe nicht ein, wie die blosse Ver-sendung von Kriegsvorräthen den Wechselkurs nothwendig afficirenwürde, aber die Versendung von Edelmetall würde den Kurs sicher-lich afficiren.“ Hier unterscheidet er also Kapital in Geldform vonandrem Kapital. Aber nun fragt Wilson:
„1935. Wenn Sie einen Export veranstalten in grosser Aus-dehnung von irgend einem Artikel, wofür kein korrespondirenderImport stattfindet“ [Herr Wilson vergisst, dass in Beziehung aufEngland sehr bedeutender Import stattfindet, wofür nie ein ent-sprechender Export stattgefunden hat, ausgenommen in der Formvon „guter Regierung“ oder von früher exportirtem Anlagekapital;jedenfalls kein Import, der in die regelmäfsige Handelsbewegungeingeht. Aber dieser Import wird wieder ausgetauscht z. B. mitamerikanischem Produkt, und dass amerikanisches Produkt expor-tirt wird ohne entsprechenden Import, ändert nichts an der Sache,dass der Werth dieses Imports konsumirt werden kann ohne einenäquivalenten Abfluss nach aussen; es ist empfangen worden ohneGegenexport, und es kann daher auch verbraucht werden ohnein die Handelsbilanz einzugehn] „so bezahlen Sie nicht die aus-wärtige Schuld, die Sie durch Ihre Einfuhr kontrahirt haben“.[Aber wenn Ihr diesen Import schon vorher bezahlt habt, z. B.durch den im Ausland gegebnen Kredit, so wird keine Schuld da-durch kontrahirt, und die Frage hat gar nichts zu thun mit derinternationalen Bilanz; sie löst sich auf in produktive oder unpro-duktive Ausgabe, einerlei ob die so verbrauchten Produkte inlän-disches oder ausländisches Produkt sind] „und desshalb müssenSie durch diese Transaktion die Wechselkurse afficiren, indem dieausländische Schuld nicht bezahlt wird, weil Ihr Export keinenkorrespondirenden Import hat. — Das ist richtig von Ländern imallgemeinen.“
Der Vortrag des Wilson kommt darauf hinaus, dass jeder Exportohne entsprechenden Import zugleich ein Import ohne entsprechendenExport ist; weil in die Produktion des exportirten Artikels fremde,also importirte Waaren eingehn. Die Unterstellung ist, dass jedersolcher Export begründet ist auf einen nicht bezahlten Import,