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Anleitung zur Kenntniss des gestirnten Himmels / Johann Elert Bode
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620
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620 Dritte Abtheilung, vierter Abschnitt.

hat durch Beobachtungen am Himmel und geometrische Aus,Messungen auf der Erdoberfläche, die Erde-als eine gegen ihrePole etwas eingedruckte Kugel, gefunden, Auch die Größedieser Kugel ist dem Menschen hiernach bekannt geworden.Ihr Umfang trägt 5400 und ihr Durchmesser. 1720 deut,sche Meilen aus. Die Oberfläche fasset über 9 MillionenQuadratmeilen, und der körperliche Inhalt über 2662Millionen würflichte Meilen in sich.

Die äussere Rinde dieser uns so ungeheuer groß vorkom,wenden Erdkugel ist zum Aufenthalt ihrer Bewohner vomSchöpfer bestimmt und in Länder und Meere abgetheilt.Don der inwendigen Beschaffenheit des Erdballs weis derMensch wenig. Die größten Tiefen, auf welche man in dieErde gegraben, sind gegen ihre Dicke ganz unbeträchtlich,und dennoch zeigen sich schon in denselben merkwürdig, ver,änderliche Lagen von ungleichartigem Erdreiche, in welchender aufmerksame Naturforscher nicht selten den Schutt ehe,mals bewohnt gewesener Oberflächen findet. Die Länderder Erde sind mit großen Unebenheiten angefüllt. Bald siehtman in einigen Gegenden weit unübersehliche Ebenen, dain andern flache Anhöhen mit denselben abwechseln. Fernerziehen sich lange Ketten von Gebirgen und Thälern vieleMeilen weit fort, und endlich wälzen sich hie und da unge,heure Berge auf, die ihre Gipfel weit über die Wolken er,heben. Das feste Land wird entweder von inländischen Seenbenetzt, oder auch von Flüssen durchströmt, welche letzterevon den erhabensten Gegenden herab flieffen, und in man,cherley Krümmungen durch große Strecken Länder fvrtlau,fen, bis sie sich endlich in erweiterten Ufern, in Seen, oderdem offenen Weltmeer ergiessen.

Das