Mgem. Betrachtungen über d. Weltgebäude. 641
unsre jetzigen Ferngläser solche nicht zeigen, da diese Mon-den der Größe ihres Hauptplaneten angemessen, und mit,hin für uns zu klein seyn werden, auch wahrscheinlich wenigLicht zurückwerfen. Jupiter', dieser größte Planet, hat,durch Ferngläser betrachtet, viele und merkwürdige Streifenauf seiner Oberfläche, an welchen sich oft sehr merkliche Ler,anderungen zeigen. Seine vier Monden sind schon durchmittelmäßige Fernrohre sichtbar. Im ^atT» hält eswegen seiner großen Entfernung sehr schwer, Flecken deuhlich ru sehen. Durch mäßige Fernrohre sieht man schonseinen merkwürdigen Ring, dergleichen kein anderer Planethat. Dieser Ring leuchtet von der Sonne eben so helle,als Saturn, und scheint die Stelle vieler Monden zu ver-treten. Durch große Fernrohre sind ausserdem fünf Mon-den des Saturns sichtbar, deren er dem Anschein nach nochmehrere hat. Merkur ist der Sonne zu nahe, und des,wegen am wenigsten bekannt *. Selbst die große leuchten,de Sonnenkugel hat ihre Flecken, welche, nach ihrer erschet,»enden Größe zu schlicssen, unserer Erdkugel an Größe viel,
mal
* Ich kann dieses, was hier von den Planeten gesagt ist, nur kürr»lich anzeigen. Den überzeugendsten Beweis, daß z. B die Ma-llere» ihr Licht von der Gönne empfange», und für sich dank'«Körper sind, ist das Ab- und Zunehmen des Mondes, der M«nus, des Merkurs und des Mars; imglcichen der Schat.ten, welcher die Iupiterstrabance» verstusterk, und wenn ein an«dermal diese Monden ihre» Schatten auf den Jupiter werfen, ebenso wen» der Ring des Saturn ähnliche Erschrinungen verursacht K.Das 4« Kupferblau bildet die Gestalten der Planeten durchFerngläser ab.
Bov. gest. -Himmel- S 6