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Anleitung zur Kenntniss des gestirnten Himmels / Johann Elert Bode
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652
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6zr Dritte Abtheilung , vierter Abschnitt.

siern betrachten, so würde sie daselbst nur als ein Sternglänzen. Vergleichen wir hiemit die unzählbare Menge derFixsterne. Schon den bloßen Augen ist es unmöglich, ineiner hellgestirnten Nackt die Sterne zu zahlen, welche sichan der Bühne des Himmels darstellen. Aber mit welchemErüaunen sehen wir nicht durch die Ferngläser die. Anzahlder Fixsterne vermehrt! In allen Gegenden des Himmelszeigen sich durch dieselben in kleinen Räumen eine MengeSterne, wo das bloße Auge keinen einzigen entdeckte. Jemehr das Auge durch vollkommene Fernrohre gestärkt wird,desto mehrere Sterne kommen im Grunde des Himmelszum Vorschein; und endlich häufen sie sich in der Milch«straße zu Millionen. Das bewafnete Auge des Erdbewoh.ners erblickt mit frohem Erstaunen in allen Tiefen derSchöp«fung unzählbare Sonnenheere, von dessen Menge sein end«sicher Verstand keine Vorstellung faßt; und wer weiß, wieviele Sterne noch da sind, die des Menschen Augen mit denvollkommensten Fernröhren nie erreichen werden? Könntenwir uns, durch eine höhere Macht beflügelt, von unsermErdball weg, und auf einen der Fixsterne versetzen, höchst«wahrscheinlich würden wir auch da noch den Himmel so vonSternen angefüllt, als bey uns finden.

Wie unermeßlich dehnt sich hier die Schöpfung vorunsern Äugen aus! Wo ist der dem Sterblichen begreiflicheMaaßstab, mit welchem wir den Abstand jener zahllosenSonnen in den weiten Gefilden des Weltraums ausmcssenkönnen? Was ist die halbe Dicke der Erde? Ein nichts«bedeutender Punct! Selbst der Abstand der Sonne vonuns, 2i Millionen Meilen, oder eine Erdferne, wird

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