Die Oerter sind mit ihren alten und heutigen Namen zugleich benennet: jene werbenmit grossen römischen, diese aber mit kleinern Buchstaben angedeutet. Ferner sind An-merkungen beigefügt, aus welchen der Leser erflehet, welchem Verfasser ich an dieser oderjener Stelle hauptsächlich gefolget bin; dazu kommen noch andere von dreierley Gattung/die mein Urtheil von der wahren Lage der 'Oerter kürzlich enthalten, wie weit nemlich >nei- ^ne Einrichtung derselben auf gewissen, warscheinlichen oder mutmaslichen Gründen beru- ,
het: zu der letzten Classe gehören auch diejenigen Oerter, die mit keinem Zeichen versehen ^
sind. Den Lauf der alten Canäle habe ich, soweit ich ihn erraten können, mit zwey Reihen Ver-lorner Pünctgen angedeutet. Die Breite des Flusses schätze ich fast nirgends grösser alsfünf hundert Schritte; deswegen habe ich die Verhältnis seiner Grösse mit Bedacht um soviel vermerst, daß ich Raum haben möchte, die Inseln anzudeuten. Das Bette des Flus-ses erscheinet oberwertsalmalig schmäler; allein, das ist ein Jrtum des Kupferstechers. Die !Grösse des Eanals oder Flusses Daher Joseph, der bey Benesirief gegen Abend nahevorbey fiieffet, hat nach Gicards Zeichnung beinahe diejenige Verhältnis zum Nil selbst, i
die in meiner Karte befindlich ist.
Auf beihen Seiten des Nils, über das Delta hinauf, und von Loptus bis Bere-nice, habe ich die Wege nach des Amoninus Entwurf, mit Beifügung der Entfernungen/ ^angedeutet. Wo zweierley Zalen vorkonrmen, istzu merken, daß ich die letzte vor eine Aus-besserung halte, die ich gemacht habe, wenn die vormals angenommene Zalen mit den wah-ren Entfernungen der Oerter nicht übereinkamen. Eben dieses ist meine Absicht in Anse-hung der nahe am roren Meer gelegenen Oerter, derer Breiten aus dem prolemäuSgenommen werden.
Der Umfang aller derjenigen Inseln, die ich mit eignen Augen aufmerksam betrachtethabe, wird mit einer stärkeren Linie angedeutet.
Bey Abzeichnung der Canäle, die um Fai'um herum zu sehen sind, habe ich mich -schlechterdings auf die srcardische Karte verlassen. Dieses habe ich dem Leser zur Nach- >richt anzeigen wollen, dessen Billigkeit ich mich und meine Karte überlasse. Uebrigens !
zweifle ich nicht, daß nicht hin und wieder Feler eingeschlichen seyn sotten; denn die Nacht ^
Egyprcnlandes selbst und die Sitten her Cinwoner sind nicht so beschaffen, daß die Ra-sende ihrem Sinne folgen, oder neugierigen Betrachtungen sicher nachhangen tönten. Gs*genwarkige Karte ist indessen vieleicht richtiger, als die übrigen, so bisher zum Dorsche"'gekommen sind: sie ist ein geringes Denkmal meines Fleisses, und wird verhoffentlich ande-re dazu anreizen.
Abhandlung von der Erdbeschreibung Egyprens.
I^^gypten grenzet gegen Abend an Libyen. Der erste Nornos, welchen Namens
Landschaften desselben fürten, gegen Abend,heist der Nomos Mareotis, worin derA^-Cynöftma. cken Chymo zu sehen ist (2), der für das Cynostma bey dem Srrabo gehalten wird;welches ich jedoch lieber in die Gegend des arabisiHen Thurns setzen wolle. Die ehryl^N-thisthe Karte setzt diesen Thuen in die Gegend von plrmhtne, das aber nach meinem Et'messen weiter gegen Morgen lag.
Gleich in dein Eingänge eines Thals, so nicht gar weit voin Meer liegt, und etrvdreißig tausend Schritte von Alexanderen gegen Abend, siehet man noch einige Ueberble'^
(A) Der Flecken LhM 0 liegt in der Landschaft Mareotis 4 c. 5.