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Nürnbergische
Der Kaiser veränderte auch die alten Siegel nicht,wie einige irrig**) vorgeben, sondern der Rathund Schulthcis behielten die einmal hergebrachtenSiegel beständig bey, S, Hrn, RegicrungsrathsEpics Dill', de Bulla aurea Rudolphi I Rom, Reg,pag. 18.
Ehe noch das eigentliche Secrctsicgel aufkam,bediente man sich des S-tadtsicgcls bey allen im Na-men des Raths und der Stadt ausgegangenen Urkun-den, auch bey Kaufbriefen, Zessionen, Testamenten,Vcrcrbbnefen rc. Heut jti Tage werden vorzüglichdie in der Tcstamentüregisiratur gefertigten Abschrif,tcn der Testamente mit dem Stadtsiegel versehen, undder vierte und fünfte Septemvir dazu jederzeit ver-ordnet.
r. Der Rcichsschultheis, als Praeses Tudicii,hatte sein eigenes Siegel, einen einfachen links se-henden Adler mit ausgebreiteten Flügeln, und der Um-schrift : ch S1GILLVM, SCVETETI * DE. NV-REMBERC * Es wurde ohnc Rucksicgcl auf gelbemWachse an die Urkunden gchangct. Das älteste fin-det sich an einer Urkunde vom Jahr 1246 . DiesesSchulthciscnsicgcl war auch das ordentliche Ge-richtosicgel. Nachgehcnds bekam es einen gegendie rechte Seite gekehrten Adler, mit der gothischenUmschrift: f SIGJI.LVM * IVD1C1I. DE. NV-'REM5ERCH, und führte beständig den Namen des
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