Vorrede.
nomen uenerabile et ſaerum manèat. Sen. Ja eben die-ſes war auch die Urſache, warum ich mein Urtheil von derMorolitaͤt vieler Perſonen gar bedaͤchtlich im Zaum gehaltenhabe: denn es düͤnkt mich eben nicht, daß die Gelehrten ⸗Ge-ſchichte beſonders bereichert und erbauet werde, wenn ausdergleichen Arbeiten, wie die meinige iſt, wieder beſondereSammlungen von ſchmutzigen Gelehrten, von unartigenGelehrten, von moroͤſen Gelehrten, von boͤſen Weibern derGelehrten, und dergleichen, gemacht werden.
5. XIII.
cWenn ich gleich der Ehre nicht werth bin, die mir dervortrefliche Hr. D. Baumgarten in dem 41 Stuͤck ſeiner Nach-richten von merkwuͤrdigen Buͤchern p. 464. erwieſen, indemer dieſe meine Arbeit als ein gutes Muſter anſiehet, nach wel-chem von mehrern Gegenden unſers deutſchen Vatterlandesahnliche Unternehmungen auf eine lehrreiche Art einzurichtenwaͤren: ſo glaube ich doch wenigſtens ſo viel, daß mein Buchnicht allein fuͤrNuͤrnberg, ſondern auch fuͤr andere Orte ge-backen ſeye, und von Auswärtigen mit Nutzen koͤnne ge-raucht werden. Die Urſache liegt in dem weiten Umfang derGelehrten⸗Geſchichte, und in dem Zuſammenhange, dendarinnen alle Länder miteinander haben. Nuͤrnberg hat nichtnur den ferneſten Orten Gelehrte gegeben, ſondern auch vondenſelben wieder welche empfangen. Wir haben treflicheManner nicht nur mit allen Orten Deutſchlandes, ſondern ſogar mit Frankreich, Holland, Italien und Spanien gemein.Eine Ehre, deren ſich eben nicht alle Reichs⸗Staͤdte werdenruͤhmen koͤnnen. Ja ich bin ſo gluͤcklich, einen Bayle und Ni-ceron verbeſſern zu konnen, als wodurch ein naher Einfluß ge-ſenwaͤrtigen Unternehmens in die geſammte Geſchichiskun.4