Band 
Erster Theil von A - G.
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3² Apianus.

hat greifen wollen, nach der Furchtſamkeit, die bey dem Chbur-fuͤrſten Friedrich geherrſchet hat, daß er ſich daher kuͤmmerlich be-helfen muͤſſen, und daß Luther gewuͤnſchet, ihm nach dem Toddes D. Schwerdfegers, der den 1 May 1524 verſchied, eineiuriſtiſche Profeſſion zu verſchaffen. Dieſer Wunſch, den auchJonas und andere gethan haben, muß nicht vergeblich geweſeneyn: denn wir leſen, daß Apel noch in eben dieſem Jahr, aberzu Ende, Rector zu Wittenberg geweſen, und unter ſeinem Re—ctorat die Abſchaffung der paͤbſtlichen Greuel und Meſſen vorge-fallen ſeyße. Vor dieſem aber noch las er ſchon zu Wittenberguͤber die Pandecten, und fuͤr den Juſtus Jonas das lus Canoni-cum. Wie lange er zu Wittenberg geblieben, koͤnnen wir nichtausmachen. Gar zu lange muß es nicht geweſen ſeyn; denn erwurde noch Preuſſiſcher Rath und Kanzler, kam 1534 wiedernach Nuͤrnberg, wurde Conſulent daſelbſt, ſtarb den 27 April1536, und wurde auf dem Rochus-Kirchhof begraben. In ſei-nem Grabmal gedenkt er Wittenberg mit keinem Wort, wol aberſeines Preuſſiſchen Characters, wenn er alſo ſchreibt:Francia me ſenſit teſtem pietatis Apellum;Per me quod leges arte loquuntur habent.Pruſſia poſt primum me ſummo duxit honore;Nunc mea, qui patris, contegit oſſa lapis.Er ſchrieb, ſo viel bekannt iſt:—Defenſionem Io. Apelli ad Fpiſcopum Herbipolenſeffi pro ſuoconiugio, cum praef. Lutheri ad Io. Croium. Witt. 15 23. 4.Iſagogen in IV libros Inſtitt. Iuris.Tisseinie iuris diſtinctionibus repetita per Io. Reich. Schefferum.Baſil. 8.Methodicam dialectices rationem ad lurisprudentiam accommo-datam. Nor. 1535. 4.Siehe Om. Schuu. progr. 17. Haußdorf im LebenSpenglers p. 116. 117. Walchens Geſchichte der Cathar.von Boren 2ter Theil p. 182. Rothſch.

Apianus(Peter) wird zwar von G. J. Voſſen und an-dern fuͤr einen gebohrnen Nuͤrnberger ausgegeben, da es aber gene