Band 
Erster Theil von A - G.
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82 Beer.

———.—ſoll geſchrieben haben, daß man ſie kaum zuſammen zaͤhlen kan.Von dannen kam er nach Magdeburg, als Erzbiſchoͤfflicher Syn-dicus, und endlich wurde er von dem Herzog zu Sachſen, Jo-hann Philipp, als Hoffrath nach Altenburg beruffen, war auchdaſelbſt des Eenſitorit Praͤſes, und diente noch unter dem Her-og Friedrich Wilhelm. Er war Erbherr von Drakendorf, Leuch-tenthal und Zoͤpperitz, Doͤrfern bey Jena, wie ihn Zeumer in vi-tis P. P. Ienenſ. im Leben Joh. Cph. Falkners nennet, als welcherFalkner auch ein Laufer, und unſers Beerens Schweſter Sohnwar. Da er in Geſandtſchafften, Kirchen⸗ und Staats⸗Sa-chen groſſe Dienſte gethan, ſo wurde ſein Ruhm der Gelehrſam—keit hiedurch treflich vermehrt. Er ſtarb endlich den 30 Oct. 1659.

Siehe Fr. und Fr. Gotth. Gotter in elogiis clarorum uirorum,

qui Altenburgum illuſtrarunt.

Beer(Martin) ein Polyhiſtor, wie ihn der Abt Fabriciusnennt, hatte Nuͤrnberg ſelbſt zu ſeinem Geburtsort, und erblicktein ihr das Licht der Welt den 14 Decemb. 1617. Sein Vatterwar M. Michael, Schaffer bey St. Laurenzen. Er wurde vonverſchiedenen Lehrmeiſtern, vornemlich aber dem Rector bey St.Laurenzen Georg Schroͤder ſo wohl unterwieſen, daß er ſchon1632 die hohe Schule zu Altdorf betretten konte, wo unter ſeinenLehrern vornemlich Kobius geruͤhmt wird, unter deſſen Vorſitz erauch de demonſtratione dient hat. A. 1635 begab er ſich nachJena/ beſuchte daſelbſt nicht nur fleiſig die gehrſtunden der beruͤhm-teſten Maͤnner, ſondern diſputirte auch unter Stahlen, Maiorund Dillherren, welcher letztere ihm 1637 die Magiſter⸗Wuͤrdeertheilte, worauf er noch unter D, Glaſſen uͤber die Epiſtel an dieRoͤmer zweymal diſputirte. Im Jahr 1639 gieng er zwar nachNuͤrnberg um ſeine Freunde zu beſuchen, gleich darauf aber nachMarburg, legte ſich vornemlich auf die Theologie, diſputirte auchwieder unter D. Feuerbornen, und nahm ſodann 1640 ſeinenWeg nach Strasburg. 0 85 Jahren bekame er durch Ver-mittelung ſeines Tiſchwirthes D. Joh. Schmidtens eine Gelegen-

heit nach Lion in Frankreich zu gehen, welche Reiſe er uͤber Baſelund Geneve vornahm, und ſich ö

noch weiter in Frankreich umſehenwollte,