104 Besler.
——nicht nur ſtudierte, ſondern auch die Magiſter⸗Wuͤrde 15a em-pfieng. Von dar wurde er 1142 Pfarrer zu Sprottau in Schle-ſien, und zwar vermuthlich der erſte Lutheriſche, weil es in denVerſen unter ſeinem Bildniß unter andern von ihm heiſt:
Sprottauios ciues dapibus coeleſtibus olrnPauiſti, ev purgans ſtercora foeda papae.Wie lang er hier geſtanden, iſt nicht eigentich auszumachen:denn daß er ſchon 1544 Prediger in der Frauen-Kirche in Nurn-berg geworden, wie die erſterwaͤhnten Verſe weiter ſagen, iſt un-richtig, weil er zuerſt Pfarrer in der Vorſtadt Woͤhtd war, undnach dem Nuͤrnbergiſchen Zion daſelbſt bis 1547 geſanden iſt.Doch iſt es gewiß doe ven Wabrd aue Vrediger in der Frauen-
Kirche gewoeben, in welcher Stelle er ſich um die Kirche Chriſtigar verdient machte; wie er denn unter andern der Unterredungmit den Schwenkfeldern beygewohnt, und bee den PhilippiſchenTuͤcken des Prediger Helings redlich und tapfer widerſetzt hat. Sowar er auch um die Schule wohl verdient, und wurde hinumer
nach Wien zur Errichtung und Anordnung der Schule daſelbſt be-ruffen, welches etwann im Jahr 1569 geſchehen ſeyn moͤchte,weil in eben dieſem Jahr vom ꝛten Aug. an, Nicolaus Herold zuſeinem Vicario im Amte beſtellet wurde, wiewolen mehr beſagte
Verſe erſt das 1576ſte Jahr anſetzen. Er kam inzwiſchen wiedervon Wien zuruͤck und ſtarb 1577/ ſeines Alters 67 Jahr. Ge-druckt iſt von ihm: aEinfaͤltiger Bericht aus GOttes Wort vom Eidſchweren, und
was ſchweres GOttes Zorns mit dem unrechten Eid, und ſunſtgemeinen GOttes ſchweren erregt wird. Nuͤrnbg. 1554. J undeinen halben Bogen. 4. aSeine apologiam contra Helingum, die aber nicht gedruckt iſt,excerpirt aus dem MScte, Zeltner in uita Helingi, welches hinund wieder von dieſem Besler nachzuſehen iſt.Man ſehe auch Fr. und Om.
Besler(Hieronymus) des vorigen Sohn, ein beruͤhmterund wohlverdienter Medicus in Nuͤrnberg, wurde den 29 Sept.2566 guf die Welt gebohren. Nach wohl geendigten Ewurde