Birkner. Bittner. 117
lich Vormundamtes Secretarius, in welchem Poſten er bis-daber mit vorzüglichem Beyfall ſtehet. Als im Jahr 1744 dieHerren Curatores der Univerſ. Altdorf ihm einige Verrichtungenzu Altdorf aufgetragen, hat er ſich als einen Candidatrum Jurisangegeben und ſo fort den 17 Jun. 1745 eine fleiſig und gelehrtgeſchriebene Inau ural⸗Diſputation von 18 Bogen auf den Ka-theder gebracht, de iudicio tutelari perill. Reipublicae Norimber-genſis. Dieſe Diſputation, die auch ſogleich unter dem Titel ei-nes Tractats erſchienen, verſpricht einen zweyten Theil, der erſt-lich von Teſtamenten und Fend Cache dann von academiſchen-Kirchen? Schul- und gelehrten⸗Sachen, der Buͤcher-Cenſur,den Buchhandlungen und Druckereyen handeln ſollte: dieweilenaber der Pr. Verfaſſer in der Ausfuhrung bey gruͤndlicher Darle-gung zuſtehender Gerechtſame, allzuviele unangenehme Folgenwahrgenommen, hat er zu deren Umgehung und wegen andererbetraͤchtlichen Urſachen ſuͤr dienlich erachtet, ſolche Arbeit liebergar liegen und es bey den zwey erſten Kapiteln bewenden zu laſſen,als von dem noch uͤbrigen etwas unſchickliches und unvollkomme-nes an des Tages Licht zu geben.Siehe Hamburg. Berichte von gel. Sachen auf das Jahr
1745. P. 490.
Birkner(Johann Caſpar) ein lebender Juriſt, war ge-bohren zu Nuͤrnberg im October 1721. Er ſeudierte in Halle,wohin er ſich in Begleitung eines gelehrten und aufrichtigen Man-nes ſchon im Jahr 1738 begab. Nach dreyiaͤbrigem Aufenthaltdaſelbſt gieng er nach Altdorf, ſetzte hier ſeine Studia fort, undwurde 1742 Doctor, mit einer Diſp. de decreto, quod de ele-ctionibus epiſcoporum fit. In beſagtem Jahre wurde er auchnoch Advocat der Republick Nuͤrnberg.
Bittner(Heinrich Tobias) ein Geiſtlicher und Stadt-pfarrer zu Lauf, war gebohren den 18 May 175 zu Thurnau,wo ſein Vatter, Johann Jacob, damals Künſpergiſcher Actua-rius war, nachgehends aber Stadtſchreiber in Grafenberg wurde.Er legte die erſten Gründe in Thurn und Graͤfenberg, kam 1478
nach